In fünf Jahren soll die neue Fehraltorfer Turnhalle stehen
Das Grossprojekt nimmt Formen an. Die Vision 2044 der Schule Fehraltorf werde schrittweise umgesetzt, schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Seit August 2017 ist der Schulhausmodulbau in Betrieb. Der Modulbau soll nicht nur kurzfristig Platz bieten, sondern könnte auch als Ausweichfläche dienen, wenn andere Schulgebäude gerade saniert werden. «Für eine gute Schule sind angemessene Räumlichkeiten eine wichtige Voraussetzung», so die Schulpflege.
Damit die Schule Fehraltorf diesen Ansprüchen auch künftig genüge, seien in den nächsten Jahren grosse Investitionen in der Schulinfrastruktur nötig. Die Gründe dafür sind wachsende Schülerzahlen, fehlende Gruppenräume, neue pädagogische Bedürfnisse und ein zum Teil erheblicher Sanierungsbedarf an bestehenden Gebäuden. Ein Vergleich: Im Jahr 2006 besuchten 592 Schülerinnen und Schüler die Schule Heiget. 2015 waren es bereits 757 Schülerinnen und Schüler. Das entspricht einer Zunahme von 27,9 Prozent.
Erneuerung der Mehrzweck-Doppelturnhalle
Die Gemeinde Fehraltorf spricht von einem weiteren Meilenstein der Vision 2044: Die Erneuerung der Mehrzweck-Doppelturnhalle mit Lehrschwimmbecken. Vor vier Jahren wurde in Fehraltorf anhand einer Umfrage ermittelt, dass sich die Bürger auch in der Zukunft ein Lehrschwimmbecken wünschen. Auch ein Workshop für ein Nutzungskonzept im April 2015 habe gezeigt, dass eine Sanierung des Gebäudes lediglich eine Hinauszögerung wäre, die auf Dauer nicht zufriedenstellen würde, so der Gemeinderat.
Im Mai 2017 entschied die Gemeinde, ein Planerwahlverfahren für einen neuen Bau einer Mehrzweckhalle durchzuführen. Dafür beauftragte der Gemeinderat die Firma Immopro AG mit der Durchführung eines zweistufigen Planerwahlverfahrens für den Neubau einer Mehrzweck-Doppelturnhalle, eines Lehrschwimmbeckens und einer Aussenanlage bei der Schulanlage Heiget. Dieses ist nun abgeschlossen. «Dem Gremium war es wichtig, dass die Aspekte der Mehrzwecknutzung erfüllt wurden. Die Halle soll primär dem Schulbetrieb dienen, aber auch für andere Zwecke genutzt werden können», so der Gemeindeschreiber Marcel Wehrli.
«Dem Gremium war es wichtig, dass die Aspekte der Mehrzwecknutzung erfüllt wurden.» Marcel Wehrli, Gemeindeschreiber
Den Auftrag übergab der Gemeinderat an die illiz Architektur GmbH in Zürich. «Das Beurteilungsgremium hat entschieden, dass die erarbeiteten Lösungsansätze des Teams «illiz» diese Kriterien am besten erfüllt», sagt Wehrli. Das Gremium setzte Vorgaben der Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Betriebs- und Unterhaltskosten sowie den Energiebedarf und die Realisierbarkeit voraus. «Mit dem heutigen Wissensstand und vorausgesetzt, dass der politische Prozess keine Verzögerungen verursacht, kann die Mehrzweckhalle voraussichtlich im Frühjahr 2023 und die Aussenanlage ab Herbst 2023 genutzt werden», so Marcel Wehrli. Würde der Projektierungskredit an der nächsten Gemeindeversammlung vom 3. Dezember abgelehnt, müsste das Projekt gemäss Wehrli neu beurteilt werden.
Mit der Vision 2044 möchte die Gemeinde Fehraltorf für die Zukunft planen. Die Schulbehörden rechnen damit, dass es bis im Jahr 2029 Raum für vier zusätzliche Schulklassen braucht. Noch wahrscheinlicher sei gar eine Zunahme von zehn Schulklassen. Dafür sind laut der Schulpflege folgende Massnahmen nötig: Ausbau von Schulräumen, da Fördermassnahmen und Gruppenunterrichte mehr Platz benötigen und generelle Investitionen in der Gebäudetechnik. Die Mehrzweckhalle weise zum Beispiel Defizite in der Garderoben- und Zuschauerkapazität auf. Der Handlungsbedarf aller Schulanlagen wird im nächsten Jahr nochmals geprüft. Im Jahr 2019 stellt sich für die Gemeinde nämlich nochmals die Frage, ob das Sekundarschulhaus und das Schulhaus Vario nur saniert werden müssen, oder ob doch Neubauten notwendig sind.
