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Politik

Kritik an der Besetzung des Sozialressorts

Die Dübendorfer Sozialdemokraten sind unzufrieden damit, dass das Ressort Soziales mit der neuen Vorsteherin Jacqueline Hofer in der Hand der SVP bleibt. Die neu gewählte Stadträtin lässt sich von der Kritik nicht verunsichern: Erst einmal bleibe alles, wie es ist.

Als Stadtpräsident André Ingold am Montag im Gemeinderat die Konstituierung des Dübendorfer Stadtrats bekannt gab, ging ein Raunen durch die Reihen der Ratslinken. Denn mit der neu gewählten Stadträtin Jacqueline Hofer (SVP) übernimmt eine Parteikollegin des umstrittenen früheren Sozialvorstands Kurt Spillmann das Ressort, in das unter anderem die Sozialhilfe und die Asylkoordination fallen.

Bei diesen Themen kam es in den vergangenen Monaten und Jahren regelmässig zu Konflikten, weil SP und Grüne die Arbeit der Verantwortlichen teilweise massiv kritisierten. Zuletzt stand vor allem der Vorwurf im Raum, dass Sozialhilfebezüger schlecht beraten und respektlos behandelt würden. Die SVP tat die Kritik stets als Hetzkampagne ab.

«Alle anderen wären besser geeignet»

«Dem Gesamtstadtrat fehlt eindeutig die Einsicht, dass es ein Problem mit dem Sozialamt gibt», kommentiert Tanja Walliser, Gemeinderätin und Co-Präsidentin der Dübendorfer SP, die Verteilung der Ämter. «Stattdessen macht man lieber so weiter, wie bisher.» Denn dass sich mit Jacqueline Hofer etwas ändert, glaubt Walliser nicht. Sie sei nun einmal die Vertreterin einer Partei, welche die bisherige Praxis im Sozialamt immer unterstützt habe. «Die SVP tut alles, um die Klienten abzuschrecken», sagt Walliser. «Deshalb wäre aus meiner Sicht jedes andere Mitglied des Stadtrats besser geeignet gewesen für das Ressort.»

Dennoch werde man das Gespräch mit Hofer suchen. «Unser Ziel ist die Professionalisierung des Sozialamts, und vielleicht können wir da ja ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Schlimmer als bisher kann es schliesslich nicht werden.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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