Nur beim Stedtlipark gab es Kritik
Um Schlag Acht eröffnete die Gemeinderätin Susanna Jenny die erste Generalversammlung dieses Jahres. Für Jenny war es die letzte Generalversammlung als Gemeinderätin. Mit einem lockeren Einstieg versprühte sie eine gute Stimmung: « Mir ist bewusst dass heute Abend die Schweiz gegen Serbien spielt, weshalb wir versuchen, uns kurz zu fassen. Wie sie sehen bin ich dafür passend in rot-weisser Kleidung erschienen. »
Als erstes standen die Traktanden der Jahresrechnung 2017 sowie die Neubewertung des Verwaltungsvermögens an. Die Gemeinde konnte im letzten Jahr einen Ertragsüberschuss von 1,854 Millionen Franken erzielen. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Auch der Verzicht auf die Neubewertung des Verwaltungsvermögens brachte keine Gegenstimmen ein.
Parkplatz beim Werkhof
Als nächstes galt es, die Bauabrechnung für die Erstellung des Parkplatzes an der Werkstrasse zu genehmigen. Das Projekt konnte günstiger durchgeführt werden und weist Minderkosten von 139‘734 Franken auf, da auf geplante Gärtnerarbeiten verzichtet werden konnte. Auch die Kosten für die elektrischen Installationen der Parkuhren fielen tiefer als angenommen aus. Anstelle eines Kreditkartenmoduls entschied sich die Gemeinde für eine App-basierte Lösung. Die Parkuhren können jedoch weiterhin auch mit Bargeld genutzt werden.
Projekt Stedtlipark und Besoldungsverordnung
Für den Stedtlipark war ein Kredit über 436‘000 Franken zu genehmigen. Die Gemeindepräsidentin stellte das Projekt nochmals vor, präsentierte die Gestaltungsplanungen und brachte den Grüningern das Vorhaben näher. «Der Stetlipark soll für die Gemeinde ein Ort des Verweilens werden, aber auch Platz für mögliche Veranstaltungen bieten», sagte Susanna Jenny. Der Park soll mit modernen Sitzbänken und einer Blumenwiese ausgestattet werden. Ein Votant nahm die Gelegenheit für eine Wortmeldung wahr und brachte dem Publikum seine Zweifel näher: «Wir wissen doch alle, dass die Strasse neben dem Park schlicht zu laut ist, als dass da jemand tatsächlich einen Ort der Ruhe findet.» Weitere Anmerkungen kamen daraufhin aber nicht zur Sprache. Der Kredit wurde mit nur einer Gegenstimme bewilligt.
Weiter wurde die Teilrevision der Besoldungsverordnung einstimmig genehmigt. Bis anhin wurde das Amt des Gemeindepräsidiums mit 20‘000 Franken entschädigt. Neu sind es 40‘000 Franken. Mitglieder des Gemeinderates werden künftig mit 30‘391 Franken rechnen können. Bisher waren es 15‘196 Franken. Gemäss Jenny müsste man die Anreize für ein Amt verbessern, da es enorm schwierig sei, Familie, Beruf und ein öffentliches Amt unter einen Hut zu kriegen.
Verabschiedungen und Begrüssungen
Die vier Einbürgerungsanträge wurden angenommen und die frisch eingebürgerten Gemeindemitglieder offiziell als Bürger Grüningens begrüsst. Im Anschluss verabschiedete die Gemeindepräsidentin die abtretenden Gemeinderatsmitglieder. Auch für Susanne Jenny war es ebenfalls die letzte Gemeindeversammlung als Gemeindepräsidentin. Sie verabschiedet sich nach 13 Jahren aus dem Amt. «Ich bedanke mich für das grosse Vertrauen und will ihnen allen sagen, dass ich das Amt unglaublich gerne ausgeübt habe, doch nun wird sich mein Mann bestimmt freuen, wenn ich ein wenig mehr Zeit für ihn habe.» An grossem Beifall fehlte es im Publikum nicht.
Kurze Abhandlung der Schulgemeinde-Traktanden
Die Rechnung 2017 der Schulgemeinde, die Teilrevision der Besoldungsverordnung der Schulgemeinde sowie der Verzicht auf Neubewertung des Verwaltungsvermögens wurden allesamt einstimmig angenommen. Die Präsidentin Doris Wettstein erläuterte zudem die Bauabrechnung für den Anbau am Kindergarten Frohbüel. Der Anbau konnte eine Kostenunterschreitung von 9,6 Prozent vorweisen, was 44‘724 Franken entspricht. Die Bauabrechnung ist ebenfalls einstimmig angenommen worden.
