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Rütner Schüler sammeln für Afghanistan

Am 28. Juni findet an der Sekundarschule Rüti der sechste Benefizanlass statt. Die 300 Sekundarschüler aus Rüti sammeln Spenden für 630 Schüler in Afghanistan. Auch der Verein «Afghanistanhilfe» ist am Fest präsent.

Die Schule in Afghanistan soll auch Mädchen eine Bildung ohne religiösen Hintergrund ermöglichen. (Bild:PD)

Rütner Schüler sammeln für Afghanistan

Anlässlich des bevorstehenden Benefizfests in Rüti haben die Schüler ein Projekt auf die Beine gestellt, das ihnen am dringlichsten schien. Das Schulbauprojekt in der Stadt Khost, südlich von Kabul, hat die Sekundarschüler in Rüti besonders fasziniert. Zur Wahl stand ihnen ein Hilfsprojekt für Jugendliche in Bolivien, ein Brunnenbauprojekt für Nomaden in Afrika oder der Bau einer neuen Schule in Afghanistan. Das Projekt in Afghanistan liege ihnen am Herzen, da sie von den untragbaren Zuständen im Bildungssystem Afghanistans wüssten, sagt Mirjam Flammer. Aus einem Bericht von «Unicef» geht hervor, dass es zurzeit 4 Millionen afghanische Kinder ohne Schulbildung gibt.

630 Schüler sollen die halbprivate Schule in Khost im Frühjahr 2019 besuchen können, die sich bereits im Aufbau befindet. Das Fundament ist schon gelegt. Die Leitung für das Benefizfest und das Schulprojekt hat die Lehrerin Mirjam Flammer. Sie sagt: «Wenn wir wie beim letzten Benefizfest mehr als 10‘000 Franken einnehmen, bin ich mehr als zufrieden.»

Idee dank «Afghanistanhilfe»

Den Anstoss zum Projekt gab ein Zeitungsartikel des Zürcher Oberländers, in dem über das Wirken und die Spendenaktion von Edy Staub, einem Vereinsmitglied der «Afghanistanhilfe», berichtet wurde. Der Dürntner hat bereits gegen Ende des letzten Jahres  70‘000 Franken gesammelt. Edy Staub liegt es am Herzen, eine Schule zu gründen, in der auch Mädchen und generell Kinder aus ärmlichen Familien eine fundierte Bildung erhalten. «Besonders wichtig ist es, ein Bildungssystem ohne den einseitigen Bezug zum Koran aufzubauen, um die Kinder ohne religiösen Ansatz unterrichten zu lassen», sagt Staub. Die Schule muss sich nach einem staatlich unabhängigen Lehrplan richten, welcher von den Lehrpersonen selbst erarbeitet wird. Eine Partnerorganisation, die mit einer nahegelegenen Universität zusammenarbeitet, soll die Lehrpersonen auswählen und ihre Arbeit überprüfen. «Nur auf diesem Weg kann man den Flüchtlingsstrom aus diesem Land längerfristig stoppen», ist Edy Staub überzeugt. Mit der Summe, die am Fest in Rüti zusammenkommt, soll rund um das entstehende Schulhaus in Khost ein Sichtschutz aus Mandarinen- und Aprikosenbäumen errichtet werden.

Vielseitiges Festprogramm

Neben einem Tombola-Gewinnspiel gibt es auf dem Schulareal einen Flohmarkt, diverse Verkaufs-, Verpflegungs- und Spielstände mit einem Glücksrad, Dartpfeilen oder Tischfussball, sowie ein Harassen-Klettern und Bühnenauftritte. Den Besuchern wird es ebenfalls möglich sein, andere Projektarbeiten der Drittklässler anzuschauen. Auch ein Stand des Vereins Afghanistanhilfe ist im Schulhaus stationiert. Edy Staub ist am Benefizfest ebenfalls anwesend. «An unserem Stand verkaufen wir Schmuck und Ledertaschen. Diese Produkte haben Frauen in Afghanistan angefertigt», so Staub. Hinter dem Schulhaus kann man an der Torwand seine Fussballkünste unter Beweis stellen oder an einer Schwammschlacht teilnehmen. Um den Besuchern ein wenig Nähe zu Afghanistan zu vermitteln, wird ein Landsmann ein landestypisches Eintopfgericht zubereiten und Tee mit Gebäck anbieten.

Hilfsprojekte für Afghanistan

1988 gründete Vreni Frauenfelder mit vier MitstreiterInnen die Organisation «Afghanistanhilfe». In enger Zusammenarbeit mit der «Shuhada Organization» von Sima Samar realisiert die Afghanistanhilfe seither zahlreiche Hilfsprojekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Armutsbekämpfung und Nothilfe. Durch Spendengelder aus der Schweiz wurden in verschiedenen Provinzen Afghanistans Kliniken, Schul-, Waisen- und Frauenhäuser gebaut und betrieben. Auch die Verteilung von Tieren zur Selbsthilfe an arme Bauern ist eines von vielen Hilfsprojekten der Afghanistanhilfe, welche gezielt und nachhaltig das Leben der armen Bevölkerung verbessert.

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