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Politik

Dach der Wetziker Eishalle muss verstärkt werden

Eine Überprüfung der Eishalle Wetzikon hat ergeben, dass die Tragsicherheit der Stahlkonstruktion nicht den gesetzlichen Normen entspricht. Nötige Verstärkungen müssen gemäss dem Stadtrat zwingend angebracht werden.

Vor 22 Jahren erstellt: Die Stahlkonstruktion über dem grossen Eisfeld ist nicht mehr sicher genug. (Archivfoto: Seraina Boner)

Dach der Wetziker Eishalle muss verstärkt werden

Pub-Festival, Dance-Award, Konzerte oder Eishockeyspiele: Die Kunsteisbahn Wetzikon wird als Veranstaltungsort rege genutzt. Nicht selten von Anlässen, die besonders viel Publikum anziehen.

Jetzt wurde bekannt, dass die Tragfähigkeit der Halle ungenügend ist. Das Problem betrifft die Dachkonstruktion, die nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Dies schreibt der Wetziker Stadtrat in einem Beschluss.

Entdeckt wurde der Mangel letztes Jahr bei einer Überprüfung der Stahlkonstruktion über dem grossen Eisfeld. Auslöser war die Idee, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren. Bei der Überprüfung habe sich dann ergeben, dass die Tragsicherheit des Dachs selbst ohne die zusätzliche Last einer Solaranlage nicht mehr den heutigen gesetzlichen Grundlagen entspricht.

Keine unmittelbare Gefahr

«Eine unmittelbare Gefahr besteht zwar nicht, aber die nötigen Verstärkungen müssen zwingend angebracht werden», schreibt der Stadtrat. Laut Stadtschreiber Marcel Peter bestehe für die Besucher der Halle zu keiner Zeit eine Gefahr. Das Dach sei bereits heute, auch bei einer ansehnlichen Schneedicke, kombiniert mit starken Winden sicher. «Erst wenn die Schneedecke zu gross wäre, müssten wir reagieren», sagt Peter. «Also entweder den Schnee abräumen oder die Halle schliessen.»

Dass die Tragsicherheit längerfristig nicht mehr genüge, liege an der Materialalterung der 1996 gebauten Überdachung und neuen Messtechniken. Nach dem Einsturz einer Eislaufhalle im bayrischen Bad Reichenhall seien die Unterhaltspflichten in allen Eishallen verstärkt worden, sagt Peter. «Wir prüfen die Tragfähigkeit der Halle alle paar Jahre.»

Arbeiten starten im September

Der Stadtrat hat sich nun für eine Verstärkungsvariante entschieden, bei der die Traglast um 30 Kilogramm pro Quadratmeter erhöht wird. Damit seien allfällige Verschärfungen der Normen abgedeckt. Zudem wäre die Installation einer Photovoltaik-Anlage möglich.

Alles in allem rechnet der Stadtrat mit Kosten von 260’000 Franken – Solaranlage nicht inbegriffen. In Absprache mit dem Betreiber der Kunsteisbahn sollen die Arbeiten vom 6. September bis zum 5. Oktober umgesetzt werden. Der normale Tagesbetrieb werde dabei nur unwesentlich gestört.

 

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