Neue Lastwagen-Abstellplätze für die Raststätte Forrenberg
Damit Lastwagenfahrer die Lenk- und Ruhezeiten hierzulande einhalten können, sind sie auf Parkplätze neben den Schweizer Autobahnen angewiesen. Auf der Raststätte Forrenberg Nord in Seuzach sind aktuell 17 Abstellplätze für Lastwagen vorhanden. Das Bundesamt für Strassen (Astra) will die Kapazität nun um 18 Plätze vergrössern lassen.
«Das heutige Nacht- und Sonntagsfahrverbot für Lastwagen sowie der wachsende Zeit- und Kostendruck in der Strassentransportbranche führen zu verkehrstechnisch anspruchsvollen Situationen», heisst es im technischen Bericht, der zusammen mit weiteren Projektplänen noch bis 26. Juni öffentlich ausgelegt ist (siehe Box).
Landerwerb ist nicht nötig
Aus dem Bericht geht hervor, dass die zehn Abstellplätze für grosse Lastwagen und die acht für kleinere auf der Ostseite der Raststätte neben den Auto-Parkplätzen entstehen sollen. Sie sind in einem fischgratähnlichen Muster angeordnet. Die dafür benötigte Fläche liegt innerhalb der Parzellengrenze der Raststätte, weshalb kein Landerwerb nötig ist. Gemäss den Plänen rechnet das Astra mit Kosten von rund 3,1 Millionen Franken zulasten des Bundes.
Projekt geht auf das Postulat Büttiker zurück
In der Schweiz soll ein Netz von rund 16 Stellplätzen für Lastwagen geschaffen werden. Der Bundesrat hat dafür ein entsprechendes Konzept im März 2011 verabschiedet. Es ist die Reaktion auf ein Postulat, das Rolf Büttiker 2009 im Parlament eingereicht hatte. Darin forderten der damalige Solothurner FDP-Ständerat und die Mitunterzeichner mehr Lastwagenausstellplätze entlang der Nationalstrassen und im urbanen Raum.
Gemäss dem Postulat Büttiker ist die Raststätte Forrenberg in Seuzach der Kategorie «klein» zugeschrieben, die 20 bis 50 Lastwagen-Abstellplätze vorschreibt. Auf der Südseite der Raststätte wurde bereits 2015 ein Umbau realisiert, damit diese Anforderung erfüllt ist. Auf der nördlichen Seit ist dies bis anhin nicht der Fall, weshalb das Bundesamt für Strassen nun das Projekt mit 18 neuen Abstellplätzen in die Wege geleitet hat.
Die Projektpläne sind noch bis 26. Juni aufgelegt und bis dann unter anderem hier einsehbar.
In dieser Rechnung enthalten ist auch eine neue Sanitäranlage zwischen den Auto- und Lastwagenparkplätzen. In der Betonkonstruktion sind drei Toiletten und ein Behinderten-WC sowie zwei Duschen vorgesehen, die alle auch nachts benutzt werden können.
Belasteter Bodenbelag
Das Projekt soll in insgesamt fünf Phasen umgesetzt werden. Als erstes wird der gesamte Boden der Baufläche entfernt. Dies, weil eine sogenannte PAK-Untersuchung ergab, dass der Belag stark mit dieser Bauschadstoffart belastet ist. Anschliessend werden die neuen Leitungen eingelegt, die unter anderem für die Sanitäranlage gebraucht werden.
In den restlichen Etappen werden die Abstellplätze sowie die neuen Zufahrten so gebaut, dass die Raststätte während einer möglichst kurzen Zeit gesperrt werden muss. Das Astra gibt noch nicht bekannt, wann mit der Umsetzung begonnen wird. «Der Baustart hängt vom weiteren Verlauf des Auflageverfahrens ab und die Verfahrensdauer ist unbestimmt», begründet Stefan Hauser, Sprecher der Astra-Filiale in Winterthur.