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Die Zeckensaison hat bereits begonnen

Der Sommer 2016 war für Insekten aufgrund der grossen Trockenheit und den wenigen Sümpfen nicht gut. Laut Experten könnte es in diesem Jahr anders kommen. Zecken treiben ihr Unwesen.

Die Folgen eines Zeckenbisses können für Betroffene gravierend sein. (Bild: PD)

Die Zeckensaison hat bereits begonnen

In Sommerkleidung mal kurz durch den Wald spaziert und schon ist es passiert: Die Zecke hat zugebissen. Je nach Witterung beginnt die Zeckensaison schon im März. In diesem Jahr ist der Monat Mai aufgrund der guten Wetterlage bereits ein Spitzenmonat für Zecken. Statistisch gesehen könne man aber noch keine Auswüchse einer Zeckenplage bestätigen, so das Bundesamt für Gesundheit.

Mehr Besuche in der Natur

Eigentlich klingt es logisch: Je besser die Wetterlage, desto mehr Leute besuchen die Natur. «Eigentlich gibt es in jedem Jahr ungefähr gleich viele Zecken wie in vergangenen Jahren, nur gehen bei gutem Wetter mehr Leute nach draussen und werden deshalb vermehrt von Zecken gebissen», sagt Werner Tischhauser, Forscher an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Der Zeckenfachmann hat vor drei Jahren mit einer Firma in Winterthur die Zecken-App «Zecke» entwickelt, die bis zu 28 Tage nach einem Zeckenbiss über den Stand der nötigen Behandlungsmethode informiert.

Lediglich ein sibirischer Winter könnte die Zeckenpopulationen verhindern. Ob beim Sport, bei einer Wanderung oder bei der Arbeit im Garten – die Zecken schlagen gerne unbemerkt zu und sind von Auge manchmal gar nicht erkennbar. «Letzte Woche hat sich bei mir ein Mann gemeldet, der fünf Zecken auf einmal am Körper fand. Dabei haben zwei zugestochen, während drei noch am Krabbeln waren», so Tischhauser. Dies sei jedoch ein Einzelfall. Trotzdem seien die Zahlen der Zeckenbisse laut Tischhauser zirka 1,3 mal so hoch wie im Vorjahr. Von einer Plage würde der Zeckenfachmann aber noch nicht sprechen.

Sofortige Behandlung

«Das Problem ist, dass 50 Prozent der Zeckenbisse überhaupt nicht erkannt werden», meint Tischhauser. Deswegen sei es umso wichtiger, die Leute über die Umgangsmethoden zu unterrichten als in Panik zu geraten. «Betroffene müssen sich getrauen, die Behandlung selbst vorzunehmen und sich nach Aufenthalten im Freien regelmässig selbst untersuchen. Ein Zeckenbiss ist nicht gefährlich, wenn die Zecke umgehend entfernt wird», so Tischhauser.

Gravierend können nur die Folgen von nicht erkannten Bissen sein. Auch auf alte Weisheiten sollte verzichtet werden: «Es gibt Betroffene, die Zeckenbisse mit Butter, Öl oder Nagellack behandeln, um einer Entzündung vorzubeugen.» sagt Tischhauser. Dies sei die schlechteste Methode einer Behandlung, da die Zecken dabei zwar sterben, die Erreger jedoch aktiv bleiben.

Borreliose und FSME

Die meisten Bürger sind gegen das FSME-Virus geimpft. Dabei handelt es sich um den Krankheitserreger, der von Zecken übertragen wird und im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohenden Hirnhautentzündung führen kann. Die Borreliose, auch von Zecken übertragbar, kann bei Menschen die Organe wie auch das Nervensystem und die Gelenke bedrohen. Wer nach einem Zeckenbiss unter Fiebersymptomen leidet, sollte sich sofort bei einem Arzt in Behandlung begeben.

 

So schützt man sich vor Zecken:

  • Geschlossene Kleidung tragen 
  • Das Unterholz meiden
  • Nach Besuchen in der Natur Körper und Kleidung auf Zecken prüfen.
  • Beim Entfernen einer Zecke eine Pinzette verwenden

        

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