SP geht mit Bassu in zweiten Wahlgang
Ganz knapp wurde es am vergangenen Sonntag um den sechsten Sitz im Wetziker Stadtrat: Pascal Bassu (SP) und die Bisherige Esther Schlatter (GLP) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nur eine Stimme Unterschied trennte die zwei. Am Schluss scheiterten beide am absoluten Mehr. Deshalb kommt es am 10. Juni nun zu einer Stichwahl.
Verweis auf Wähleranteil
Die Parteispitze der SP kam am Dienstagabend zusammen, um eine Bilanz des ersten Wahlganges vom vergangenen Sonntag zu ziehen und das «Wie weiter» für den zweiten Wahlgang in den Stadtrat zu besprechen, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt.
Auch wenn es nicht für einen Sitzgewinn im Parlament gereicht hat, zählt die SP sich zu den Wahlsiegern. habe sie doch die Wähleranteile von 12,7 auf 14,5 Prozent steigern können. «Zieht man diese Zahlen zu rate, so hat die SP exakt Anspruch auf einen Sitz im Stadtrat von Wetzikon, wohingegen beispielsweise eine FDP mit einem Wähleranteil von 14.8 Prozent und zwei Personen im Stadtrat klar übervertreten ist», finden die Sozialdemokraten.
Die FDP erreichte mit ihrer Kandidatin Susanne Sieber das beste Resultat aller Stadtratskandidaten. Mit Jürg Schuler, dem Präsidenten der neuen Schulpflege, holten sich die Freisinnigen den zweiten Sitz in der Exekutive.
Entscheid von Schlatter noch offen
Die Parteispitze habe deshalb am Dienstagabend entschieden, dass sie für den vakanten Wetziker Stadtratssitz im zweiten Wahlgang vom 10. Juni 2018 weiterhin mit Pascal Bassu antreten wolle. «Die Parteispitze ist klar der Ansicht, dass die SP einen ausgewiesenen Anspruch auf einen Sitz im Stadtrat von Wetzikon hat.»
Nachdem Franz Behrens nach 24 Jahren im Gemeinderat von Wetzikon und anschliessend weiteren 8 Jahre als Präsident der Primarschule amtete, ist er nicht mehr angetreten. «Dadurch würde eine eklatante Lücke entstehen, wäre die SP und mit ihr eine breite Bevölkerungsschicht nicht mehr im Stadtrat vertreten», schreibt die Partei.
Der Entscheid der SP verspricht nun viel Spannung für den zweiten Wahlgang. Noch ist offen, ob Esther Schlatter (GLP) nochmals antreten wird. (zo)
