«Für uns macht es einfach keinen Sinn mehr, jetzt noch weiterzumachen», sagt Reto Weber von der Baukommission Pfadiheim Schlupf. Mit einem Brief informierte er diese Woche alle am Projekt beteiligten Personen – und das sind einige –, dass die Pläne beerdigt werden. Der Grund: Die Besitzerin des Grundstücks wollte den neuen Baurechtsvertrag nicht unterzeichnen.
«Wir haben wiederholt das Gespräch gesucht und auch den Vertrag mehrmals überarbeitet», sagt Weber, «bis zum Schluss war aber nie ganz klar, wieso sie das Projekt nicht unterstützte.» Gegen den Betrieb des bestehenden Pfadiheims, welches durch den Neubau ersetzt werden sollte, habe die Grundstücksbesitzerin sich nämlich nie ausgesprochen, so Weber. «Wir haben getan, was wir konnten, aber unter diesen Voraussetzungen hat es einfach keinen Zweck mehr, unsere Pläne weiterzuverfolgen.»
Das Projekt an einem anderen Standort wieder neu aufzugleisen, sei nicht geplant, hält Weber fest. Die Lage des Pfadiheims in unmittelbarer Nähe zum Wald, mit guter Verkehrsanbindung und genügend Parkplätzen sei ideal. «Einen besseren Ort gibt es nicht.»
Langer Weg durch die Instanzen
Mit diesem Entscheid schliessen die Verantwortlichen eine Planung ab, die vor zwölf Jahren begann und zunächst zusammen mit dem früheren Grundstückbesitzer (der später verstarb) vorangetrieben wurde. Am Ende sollte die alte Funkerbaracke durch ein 1,6 Millionen Franken teures Pfadiheim mit Schlafräumen, Nasszellen, einer richtigen Küche, ausreichend Lagerräumen und ganz allgemein mehr Platz ersetzt werden.

