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SP neu stärkste Fraktion

Nicht nur die Exekutive, auch das Parlament rückt in Uster nach links. Sowohl SP als auch die Grünen gewinnen einen Sitz. Verloren hat die SVP.

Die SP hatte an der Wahlfeier guten Grund zu feiern. (Foto: Nick Soland)

SP neu stärkste Fraktion

Bei den Gemeinderatswahlen in Uster konnte die SP einen Sitz dazugewinnen. Sie kann für die kommende Legislatur mit zehn Sitzen ins 36-köpfige Parlament einziehen. Sie setzt in der Legislative ihren Sitzgewinn fort, wo sie schon vor vier Jahr einen zusätzlichen Sitz erobert hatte.

«Die Grosswetterlage hat für uns und die Grünen gesprochen.»

Matthias Stammbach, Parteipräsident SP

Neben den Bisherigen zieht neu mit Patricia Morf, Florin Schütz und Salome Schaerer ein junges Trio ins Ustermer Parlament ein. Schütz ist mit 22 Jahren gar der jüngste Parlamentarier in Uster. Parteipräsident Matthias Stammbach sagt zum Erfolg der Partei: «Die Grosswetterlage hat für uns und die Grünen gesprochen. Mit unseren Themen haben wir wohl den Nerv  der Bevölkerung getroffen.» In der kommenden Legislatur werden die Sozialdemokraten die stärkste Fraktion stellen und die SVP als Leaderin ablösen.

SVP die grosse Verliererin

Bei der SVP herrscht deshalb Katzenjammer. Acht Sitze bleiben der Partei, die gleich zwei Sitze verlieren. Über die Klinge springen müssen die drei bisherigen Roman Ehrbar, Roland Fraefel,und Dominik Steiner. Frisches Blut erhält die Partei  hingegen mit dem 31-jährigen Christoph Keller. Parteipräsidentin  Anita Borer konnte sich mit 2071 Stimmen das beste Ergebnis der Partei zuschreiben lassen – Wohl nur ein kleiner Trost angesichts des knapp verpassten Stadtrats-Mandat.

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Grüne und FDP gewinnen

Auf linker Seite dürfen sich auch die Grünen über einen Sitzgewinn freuen. Mit Eveline Fuchs auf dem Listenplatz zwei ging die Partei das Risiko ein, dass sich auf Fuchs Kosten der bisherige Thomas Wüthrich aus dem Rat verabschieden muss.  Doch Wüthrich wurde wiedergewählt und darf sich auf vier weitere Jahre im Ustemer Stadthaus einstellen. Zusammen mit der SP kommen die Grünen somit auf eine erstarkte Linke mit 14 Sitzen.

Über den gewonnenen fünften Gemeinderatsitz zeigt sich die FDP erfreut. In einer Mitteilung schreibt die FDP: «Dies entsprach einer zentralen Zielsetzung der Partei für diesen Wahlkampf.» Mit nun fünf Sitzen darf die Partei einen Zuwachs von einem Sitz verkünden.  Neuling im Ustermer Parlament ist der ETH-Ingenieur Peter Müller, der seinen Parteipräsidenten Marc Thalmann um nur zwei Stimmen hinter sich gelassen hat. Die bürgerlichen aus FDP und SVP kommen nun zusammen auf 13 Sitze – einen weniger als SP und Grüne im Verbund.

Kessler muss abtreten

Im Parlament behaupten konnte sich die Mitte-Fraktion aus GLP, EVP, CVP und BDP. Alle bisherigen Gemeinderäte wurden bis 2022 wiedergewählt. Stärkster Part dieser Fraktion bleibt die GLP, die damit wieder auf ihre 2014 errungenen drei Sitze kommt. Die Partei musste während der Legislatur den Abgang von Jürg Gösken verkraften, der nach Meinungsverschiedenheiten aus der GLP austrat. Neu nimmt Beatrice Caviezel für die Grünliberalen einen Sitz ein.

Die EVP bleibt mit ihren beiden Kandidaten Walter Meier und Mary Rauber in der Ustermer Legislative. Bei der BPU musste mit Werner Kessler einer der beiden Mitglieder den Hut nehmen. Somit verbleibt Paul Stopper als letzter BPU-Gemeinderat für die nächsten vier Jahre.

Auch die EDU wird weiterhin allein mit Silvio Foiera im Parlament vertreten bleiben. Während er als Stadtratskandidat chancenlos blieb, kam er in der Wahl in die Legislative auf 437 Stimmen.

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