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«Zu Beginn kam ich mit Stress nicht gut zurecht»

Die 18-jährige Köchin Sheena Weber aus Fällanden duelliert heute Abend in der Kochshow «Beef Club» auf Sat1. In der Jury sitzt unter anderem der Spitzenkoch Jacky Donatz.

Die Jungköchin Sheena Weber (rechts) steht heute Abend im Duell mit Noah Richtsteiner (links). (Bild:PD)

«Zu Beginn kam ich mit Stress nicht gut zurecht»

Aus welchem Grund sind Sie Köchin geworden?

Sheena Weber: Ich bin in Saudi-Arabien, Indien und Südafrika aufgewachsen. In meiner Kindheit war ich es gewohnt, verschiedene Kulturen kennenzulernen und habe schnell festgestellt, dass das Kochen eng mit Kulturen verknüpft ist. Ausserdem mag ich die vielen Möglichkeiten und die Abwechslung in diesem Beruf. 

Sie sind Köchin im Park Hyatt in Zürich. Wie kamen Sie auf die Idee, bei der Show «Beef Club» mitzumachen? Hat man Sie angefragt?

Vor kurzem habe ich an der Veranstaltung «Food Zurich» im Jelmoli teilgenommen. Da waren viele junge Köche von 5-Sterne-Hotels anwesend. Die Gastrozeitung erwähnte mich in einem Bericht und daraufhin wurde ich vom «Beef Club» angefragt. Ich war begeistert und sagte sofort zu.

Denken Sie, dass Ihnen die Berufserfahrung aus Ihrer dreijährigen Ausbildung helfen wird oder machen Sie Improvisationen nervös, wie sie beim «Beef Club» gefordert sind?

Ehrlichgesagt bin ich schon ziemlich nervös. Andererseits kenne ich den Druck bereits vom Arbeitsplatz. Irgendwie kann man immer ein gutes Gericht aus dem Hut zaubern.

Der Juror Jacky Donatz ist ein Starkoch. Sind Sie aufgeregt, für ihn zu kochen?

Das ist eine grosse Herausforderung für mich. Es ist schon etwas anderes, wenn ich während dem Kochen auf Schritt und Tritt verfolgt werde. Das gibt Druck, doch damit muss ich umgehen können.

Nehmen Sie an der Show teil, um auf sich aufmerksam zu machen und wäre damit ein Sieg ein angenehmer Nebeneffekt?

Ich finde es toll, dass ich vor laufender Kamera kochen kann. Das ist schon eine grosse Chance für mich und eine einmalige Gelegenheit für meinen noch kurzen Lebenslauf. Ich sehe es als eine Bewährungsprobe, die ich bisher nicht kannte.

Sind Sie berufsbedingt ohnehin stressresistent?

Mittlerweile schon. Zu Beginn meiner Ausbildung hatte ich mit der Hektik zu kämpfen und kam damit nicht gut zurecht. Nach drei Jahren im Park Hyatt habe ich mich an den Stress gewöhnt und noch mehr Freude an meinem Beruf.

Von Köchen wird heute Innovation verlangt. Wie sieht für Sie ein innovatives Gericht aus?

Für mich muss ein Gericht mit nachhaltigen Produkten zubereitet werden. Es ist wichtig, dass nur saisonale Zutaten darin enthalten sind. Ich möchte zum Beispiel keine Fischgerichte zubereiten, von denen ich weiss, dass die Art vom Aussterben bedroht ist.

Innerhalb von einer Stunde müssen sie ein Zwei-Gang-Menü kreieren und sie kennen die drei Hauptzutaten nicht. Denken Sie sich im Voraus bereits mehrere Ideen aus?

Ich habe kein spezifisches Gericht im Kopf, doch ich denke vor allem an das Fleisch. Es kann natürlich auch sein, dass ich ein Fischgericht kochen muss, doch Fische werden nicht so variantenreich zubereitet, wie es bei Fleischgerichten der Fall ist. Mit Beilagen kann ich meistens sehr schnell etwas zusammenstellen.

Sie duellieren sich mit Noah Richtsteiner aus Zürich. Wie steht es um die Rivalität zwischen Ihnen?

In der Ausbildung sind wir uns nie begegnet. Aber er war auch beim «Food Zurich» Event anwesend und wurde ebenfalls in die Show eingeladen. Natürlich will er gewinnen. Ich aber auch und so entsteht bestimmt ein spannender Kampf.

Heute Abend um 19.55 Uhr läuft das Kochduell mit Sheena Weber und Noah Richtsteiner live auf Sat1.

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