«Die meisten Menschen in Europa hängen viel zu sehr an ihren materiellen Werten», sagt Monika Estermann. Seit die beiden Weltenbummler zurück in der Schweiz sind, staunen sie über die Veränderungen, die während ihrer langen Reisezeit vonstattengegangen sind, über die Abhängigkeit von Smartphones und den Überfluss, der überall zu erkennen sei. «Als wir im Jahr 2004 losgefahren sind, gab es noch keine iPhones.»
Die zwei Weltenbummler haben 13 Jahre lang von der Hand in den Mund gelebt. «Wenn man freundlich auf die Menschen zugeht, spielt es keine Rolle, wo man sich gerade befindet. Wir konnten die Erfahrung machen, dass die Leute überall hilfsbereit sind und Fremden wie uns manchmal sogar eine Übernachtungsmöglichkeit boten», so Robert Spengeler. Und: Wenn man dazu gezwungen sei, könne jedes Problem, möge es noch so gross sein, selbst gelöst werden. Arbeit hätten sie überall gefunden und wenn kein Mechaniker zu finden war, reparierten sie ihre Drahtesel einfach selbst.
Die Idee zur Reise
Vor 13 Jahren überzeugte Monika Estermann ihren Partner, eine Reise mit dem Velo nach Indien zu unternehmen. Die Velofahrt hätte eigentlich ein Jahr gedauert. Am Ende wurde es eine 13-jährige Weltreise. «Natürlich sind wir ein Team, das sich super ergänzt», meint Estermann. Sie habe Robert Spengeler einst auch aus dem Grund als Partner auserkoren, weil er genauso gerne reise und nicht bequem sei. «Natürlich war uns klar, dass es unterwegs mal zu kleinen Streitigkeiten kommen würde, doch da standen wir beide darüber und vor allem sind wir nicht nachtragend.»
«Man ist voneinander abhängig und muss sich arrangieren. Bei uns hat es aber hervorragend geklappt.»
Monika Estermann und Robert Spengeler

