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Ein kleines Minus beim Grossprojekt Hallenbad Buchholz

Die Bauabrechnung des Hallenbads zeigt, dass nur die Umsetzung des Verkehrskonzepts ein positives Ergebnis verhindert hat. Während der Planung des Projektes habe man noch nicht mit diesem Konzept gerechnet, heisst es bei der Stadt.

Die Baustelle beim Hallenbad Buchholz im Jahr 2015. (Foto: Seraina Boner), Esther Rickenbacher, Abteilungsvorsteherin Gesundheit,ist mit dem Ergebnis der Bauabrechnung zufrieden. (Foto: PD)

Ein kleines Minus beim Grossprojekt Hallenbad Buchholz

Ende März 2014 entschied sich das Ustermer Stimmvolk für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbad Uster. Mit dem Stichentscheid für die Variante «Minergie Plus» wurden der Investitionskredit in der Höhe von rund 31 Millionen Franken netto genehmigt. Nun zeigt die Bauabrechnung, dass das Hallenbad um 544‘319 Franken teurer geworden ist. Dies entspricht rund 1,8 Prozent des ursprünglich vorgesehenen Kredites. Insbesondere das Verkehrskonzept für die Sportanlage Buchholz hat dem Projekt hohe Zusatzkosten von rund 862‘000 Franken beschert. Esther Rickenbacher, Abteilungsvorsteherin Gesundheit, die für das Projekt Hallenbad Uster verantwortlich war, sagt: «Ohne die Kosten dieses Konzeptes, hätten wir den Baukredit um 300‘000 Franken unterschritten.»

Unerwartete Ausgaben

Die baulichen Elemente des Verkehrskonzepts umfassen die Parkplatzbewirtschaftung mit einer Schrankenanlage, neuer Abbiegespur, Busparkplätze und neuer Bushaltestelle. Damit verbunden waren auch Anpassungen am Belag, den Markierungen und der Signalisation. Zudem kamen Beleuchtung, Bepflanzung und Entwässerung neu hinzu. Diese Umsetzungen seien in der ursprünglichen Budgetierung nicht vorgesehen gewesen. Rickenbacher erklärt: «Ende 2013 haben wir das Baugesuch eingereicht und im Frühjahr 2014 wurde der Kredit genehmigt. Anschliessend wurde die Baubewilligung durch die Stadt Uster mit der Auflage des Verkehrskonzepts erteilt.» Zeitgleich sei zudem die Parkierungsverordnung in Bearbeitung gewesen, sagt Rickenbacher. Bei der Planung sei man davon ausgegangen, dass die Umsetzung des Verkehrskonzepts in einem nachfolgenden Projekt umgesetzt wird, wenn die neue Parkierungsverordnung genehmigt ist. Somit wären diese Kosten nicht in der Bauabrechnung zum Hallenbad Buchholz angefallen, erklärt Rickenbacher.  

Reserven vollständig aufgebraucht

Die gebildeten Reserven in der Höhe von rund einer Million Franken mussten für diverse Projektänderungen komplett aufgelöst werden. Die teuerste Umsetzung betraf die Teilsanierung der Garderobe. Dort musste mit Stützen die Statik verbessert werden. Asbest-Sanierungen bei den Plattenbelägen oder brandschutztechnische Auflagen an der Lüftung sorgten für weitere Kosten. «Wir haben im Vorfeld nur das absolute Minimum an Reserven für das Projekt eingeplant. Üblicherweise liegen diese bei so einem Projekt bei mindestens fünf Prozent. Wir haben nur rund drei Prozent dafür vorgesehen», sagt Rickenbacher, die zufrieden mit dem Ergebnis der Abrechnung ist: «Wir konnten die Vorgaben erfolgreich einhalten.»

Die Bauabrechnung wird im Gemeinderat am nächsten Montag behandelt.

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