Anfang Woche lancierten SP und Grüne ihre Initiative «Bezahlbare Tagesschule jetzt!». Nun hat das Initiativkomitee sechs Monate Zeit, um 300 Unterschriften zu sammeln, damit das Begehren dem Stadtrat und dem Parlamant vorgelegt wird und schliesslich an die Urne kommt. Gemeinderätin Tanja Walliser (SP) ist zuversichtlich, dass dies innert kürzester Zeit gelingt. «Jetzt muss das Volk mitreden.»
Tagesschulen seien nötig für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagt Walliser. Ein wesentlicher Punkt sei auch eine Verbesserung der Chancengleichheit für die Kinder. «Man weiss, dass in der Schweiz der Bildungshintergrund der Eltern für die Bildung der Kinder ausschlaggebend ist», so Walliser. Tagesschulen könnten einen grossen Einfluss haben, weil etwa die Hausaufgaben in der Schule in einem betreuten Rahmen erledigt würden.
Keine «Staatskinder»
«Es gibt heute nicht mehr nur eine Familienform», sagt David Siems von den Grünen. «Die unterschiedlichen Bedürfnisse muss man berücksichtigen. Und so lange jeder die Wahl hat, ob er das Angebot nutzen will, kann man sicher nicht von Staatskindern reden, wie das von den Gegnern immer wieder zu hören ist.»
«Eine Tagesschule ist kein Kostenfaktor, sondern eine sinnvolle Investition.»
Andrea Kennel (SP), Initiativkomitee

