Uster wird bis 2035 auf 40’000 Einwohner anwachsen. Was muss getan werden, damit dieses Wachstum allgemeinverträglich ist?
Das Wachstum muss über die Verdichtung gegen innen bewältigt werden. Das Eschenbühl soll aber als Reservezone erhalten bleiben. Wichtig für unser Wohlbefinden sind gepflegte Grün- und Freiräume. Die Wälder rund um Uster und das Schutzgebiet am Greifensee dürfen nicht zu einem Rummelplatz verkommen. Menschen, Tiere und Pflanzen haben dort Ruhe verdient.
In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Uster zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraftet?
Wegen der aktuell zu tiefen Steuern steigen die langfristigen Schulden in Uster stark an. Die Stadt hat also kein finanzielles Polster für die anstehenden Investitionen. Einmalige Erträge müssen gezielt für diese Investitionen reserviert bleiben. Weil der Schuldenberg nicht einfach der nachkommenden Generation überlassen werden kann, wird eine moderate Steuererhöhung nötig. Ein attraktives Uster darf uns etwas wert sein.
«Mit etwas Fantasie werden diese Wochenenden sogar zu einem Fest.»
Wenn Sie gewählt werden: Welche Themen setzen Sie auf die politische Agenda?
Als Stadträtin von Uster engagiere ich mich für den Naturschutz. Ich unterstütze das vielseitige Kulturschaffen und setze mich für attraktive Begegnungsräume im Zentrum und lebendige Quartiere und Aussenwachten ein. Für unsere Kinder wünsche ich mir eine sehr gute und auch zeitgemässe Schule. Und Werte wie Weltoffenheit, Eigeninitiative und Solidarität sind mir wichtig.

