Die Stadt an der Glatt wächst vor allem an den Rändern massiv. Unterstützen Sie eine weitere Urbanisierung oder soll Dübendorf im Kern ein Dorf bleiben?
Im Grundsatz unterstütze ich keine weitere Urbanisierung. Wenn neuer Wohnraum entsteht, sollen es Wohnungen mit günstigen Mieten sein, die genossenschaftlich organisiert und ökologisch ausgerichtet sind.
Entgegen den Plänen von Bund und Kanton will der Stadtrat die Privatfliegerei vom Flugplatz Dübendorf fernhalten. Ist das gut so?
Privatfliegerei lehne ich ab. Ein Naherholungsgebiet sollte Platz finden.
In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Dübendorf zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraften kann?
Ich bin ein Gegner von Schulden. Die Gemeinde hat sich finanziell an ihre Möglichkeiten zu halten. Dübendorf hat sich in den Vergangenen vier Jahren einige Luxuslösungen erlaubt, etwa die Parkanlage an der Glatt oder Strassensanierungen, das wäre günstiger gegangen. Bei künftigen Investitionen soll dem Bürger mitgeteilt werden, was dies steuertechnisch für ihn bedeutet: Ist es beim aktuellen Steuerfuss machbar? Oder bedeutet es höhere Steuern? Und für wie lange?
«Die Lokalwirtschaft könnte über eine Regionalwährung gestärkt werden.»

