Die Stadt an der Glatt wächst vor allem an den Rändern massiv. Unterstützen Sie eine weitere Urbanisierung oder soll Dübendorf im Kern ein Dorf bleiben?
Die Stadt Dübendorf erlebte in den letzten Jahren einen Boom. Damit Dübendorf ein attraktiver Wohn-, Freizeit- und Arbeitsort bleibt, gilt es die Stadt nachhaltig weiterzuentwickeln und sinnvoll zu verdichten. Dafür braucht es keine Überreglementierungen, sondern eine zukunftsgerichtete und vorausschauende bürgerliche Politik stets im Sinne und zum Wohle der Bevölkerung.
Entgegen den Plänen von Bund und Kanton will der Stadtrat die Privatfliegerei vom Flugplatz Dübendorf fernhalten. Ihre Meinung dazu?
Der Bund hat 2014 entschieden, den Militärflugplatz Dübendorf als ziviles Flugfeld mit Bundesbasis zu nutzen. Der Zürcher Regierungsrat akzeptiert diesen Entscheid und hält an seiner bisherigen Haltung zur Zivilaviatik fest. Im Nachgang zur Abstimmung vom 26. November 2017 bekräftigte der Bund seine Haltung, hat sich aber bereit erklärt, mit dem Kanton Zürich und den Standortgemeinden nach Möglichkeiten zu suchen, wie den jeweiligen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann. Diesen Anliegen ist Sorge zu tragen und für den Erhalt der Nutzungen im bisherigen Rahmen einzustehen.
«Die reduzierte Parkplatzzahl ist nicht auf Wohlwollen gestossen.»
In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Dübendorf zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraften kann?
Es gilt Ausgabendisziplin als Grundhaltung. Das Notwendige – wie zum Beispiel der Bau von Schulen, Unterhalt von Strassen und gemeindeeigener Infrastruktur – ist zu forcieren. Das Wünschbare ist hintenan zu stellen und das Verpasste der letzten Jahre sowie das aktuell Notwendige zu priorisieren. Der haushälterische Umgang mit Finanzen muss im Sinne der Steuerzahler an erster Stelle stehen.

