Abo

Politik

Besmer: «Eine Vernachlässigung der Infrastruktur rächt sich»

«Was ist Ihnen wichtig? Was wollen Sie bewirken? Und wie sehen Sie die Stadt, in der Sie politisieren?»: Der ZO/AvU stellt allen Kandidierenden für den Dübendorfer Stadtrat dieselben zehn Fragen. An der Reihe ist diesmal Jürgen Besmer (FDP), der seit acht Jahren Mitglied des Stadtrats ist und dem Ressort Tiefbau vorsteht.

Die Stadt an der Glatt wächst vor allem an den Rändern massiv. Unterstützen Sie eine weitere Urbanisierung oder soll Dübendorf im Kern ein Dorf bleiben?
Jürgen Besmer: Dübendorf wird sich weiter in Richtung urbane Stadt entwickeln. Wichtig ist, dass die Verdichtung in den dafür vorgesehenen Zonen stattfindet und dass wir unseren Freihaltezonen Sorge tragen, indem wir sie schützen und pflegen.

Entgegen den Plänen von Bund und Kanton will der Stadtrat die Privatfliegerei vom Flugplatz Dübendorf fernhalten. Ist das Wunschdenken oder lohnt sich der Kampf?
Der Kampf lohnt sich auf jeden Fall. Wesentlich dabei ist, dass die Stadt aktiv an der Entwicklung des Flughafens und insbesondere der Betriebszeiten beteiligt bleibt. Ziel ist die Erhaltung der Ruhe in der Nacht und an den Wochenenden.

In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Dübendorf zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraftet?
Die grossen Investitionen kommen ja nicht überraschend, sondern werden im Rahmen der Finanzplanung gestaffelt über Jahre verteilt. Dabei ist es unumgänglich, dass Prioritäten gesetzt werden und die einzelnen Vorhaben laufend auf deren Dringlichkeit überprüft werden.

«Als Vision sehe ich einen modernen, funktionalen Bahnhof inklusive Busbahnhof und Park&Ride-Anlage.»

Wenn Sie gewählt werden: Welche Themen setzen Sie auf die politische Agenda? Haben Sie gar eine Vision für Dübendorf?
Mein grösstes Anliegen ist die laufende Werterhaltung der Infrastruktur. Eine Vernachlässigung in diesem Bereich rächt sich an der nächsten Generation mit einem riesigen Nachholbedarf. Ein weiteres Anliegen wäre die Renaturierung der Glatt im Abschnitt Usterstrasse bis Chreis. Als Vision sehe ich einen modernen, funktionalen Bahnhof inklusive Busbahnhof und Park&Ride-Anlage.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?