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Borer: «Im Sozialbereich braucht es konsequente Kontrollen»

«Was ist Ihnen wichtig? Was wollen Sie bewirken? Und wie sehen Sie die Stadt, in der Sie politisieren?»: Der ZO/AvU stellt allen Kandidierenden für den Ustermer Stadtrat dieselben zehn Fragen. An der Reihe ist diesmal Anita Borer (SVP). Sie sitzt seit 2011 im Gemeinderat und möchte nun in die Ustermer Regierung.

Anita Borer: Was sie an Uster nicht mag, versucht sie zu ändern. «Deshalb bin ich in der Politik.» (Foto: PD)

Borer: «Im Sozialbereich braucht es konsequente Kontrollen»

Uster wird bis 2035 auf 40’000 Einwohner anwachsen. Was muss getan werden, damit dieses Wachstum allgemeinverträglich ist? 
Anita Borer: Das Wachstum stellt eine grosse Herausforderung dar. Es braucht unter anderem mehr Wohn- und Gewerberaum, Schulhäuser, Spitalbetten und eine gut funktionierende Verkehrsinfrastruktur. Um dies zu bewältigen, muss die Stadt in Zusammenarbeit mit den Interessensgruppen vorausschauend planen und Prioritäten setzen. 

In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Uster zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraften kann?
Die begrenzten Raum- und Finanzressourcen gilt es gezielt, effizient und unter Berücksichtigung aller Interessen einzusetzen. Wünschbares muss von Machbarem getrennt werden, damit auch künftige Generationen etwas von der Stadtentwicklung haben. 

Wenn Sie gewählt werden: Welche Themen setzen Sie auf die politische Agenda? 
Dies hängt letztlich auch vom zugeteilten Ressort ab. Auf meiner politischen Agenda stehen auf jeden Fall die Ustermer Unternehmen, Organisationen und Vereine. Sie tragen dazu bei, dass Uster für alle ein attraktiver Ort zum Arbeiten, Wohnen und Leben ist. Ihnen müssen wir Sorge tragen. 

«Die Verkehrssperrung im Ustermer Stadtzentrum an vier Wochenenden ist willkürlich.»

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass das Ustermer Stadtzentrum an vier Wochenende für Autos gesperrt werden muss. Was ist Ihre Meinung dazu?
Die Verkehrssperrung im Ustermer Stadtzentrum an vier Wochenenden ist willkürlich. Für ein solches Ansinnen fehlen aktuell genügend periphere Parkplätze, die Sicherstellung von gewerblichen Zufahrten und eine klare Verkehrsführung. Unter diesen Umständen sind die Unternehmen im Zentrum Leidtragende. Wir wollen, dass die Leute in Uster einkaufen. Dazu gehören auch verkehrsmässig gut erschlossene Einkaufsmöglichkeiten.

Was mögen Sie an Uster, und was nicht?
Ich mag Uster, weil es Stadt und Dorf in einem ist. Für mich ist es der ideale Ort zum Leben. In wenigen Schritten bin ich im Zentrum, kann dort einkaufen und mich verpflegen. Das Naherholungsgebiet liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Dort kann ich meine Freizeit vielfältig geniessen. Wenn es etwas gibt, das ich an Uster nicht mag, dann versuche ich, es zu ändern. Deshalb bin ich in der Politik. 

«Ich, und vermutlich die meisten Ustermer, fühlen sich sicher in Uster.»

Wie schätzen Sie Sicherheit und Sauberkeit in Uster ein? 
Ich, und vermutlich die meisten Ustermer, fühlen sich sicher in Uster. Dies ist einer soliden Polizeiarbeit zu verdanken. Littering kommt vermehrt vor. Hier gilt es, die betreffenden Personen und Gruppen darauf hinzuweisen und bei Wiederholungen zu ahnden. Die Polizei beziehungsweise der Jugenddienst leisten hierzu wichtige Arbeit. 

Gibt es in Uster genügend Angebote in den Bereichen Kultur, Gastronomie, Vereinsleben, Sport?
Es gibt ein sehr breites und vielfältiges Angebot in diesen Bereichen. Wichtig ist, dass die Vereine, Organisationen und Freiwilligen, die dies ermöglichen, die nötige Unterstützung und den Freiraum erhalten, um weiterhin aktiv zu sein. 

«Die tiefe Sozialhilfequote in Uster ist die Folge von klaren Regeln.»

Gibt es in Uster ausreichend günstigen Wohn- und Gewerberaum? 
Es ist eine Frage des Anspruches. In Uster gibt es in jeder Preisklasse Angebote. Eine finanzielle Entlastung und somit günstigere Bedingungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erreichen wir durch tiefe Steuern und gute Rahmenbedingungen. 

Uster hat eine rekordtiefe Sozialhilfequote. Ist dies das Resultat guter Arbeit oder Ausdruck einer zu grossen Härte?
Im Sozialbereich braucht es konsequente Kontrollen. Schliesslich wollen wir, dass die echten Bedürftigen von entsprechenden Leistungen profitieren. Ziel muss es sein, die Bezüger wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die tiefe Sozialhilfequote in Uster ist die Folge von klaren Regeln und einem guten Mass «Hilfe zur Selbsthilfe». 

Wie beurteilen Sie die Situation der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in der Stadt Uster?
Eine sinnvolle Verkehrserschliessung und entsprechende Parkierungsmöglichkeiten sind für das Gewerbe und die Stadtentwicklung wichtig. Dabei sollen alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden. 

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