«Ich wusste sehr wenig»
Herr Bolliger, sie sind bereits Vize-Präsident der Gemeinde Egg und jetzt einziger Anwärter auf das Gemeindepräsidium – führen Sie überhaupt Wahlkampf?
Tobias Bolliger: Man kennt mich ja bereits (lacht). Ich stehe mindestens zwei Mal pro Jahr vor der Gemeindeversammlung und präsentiere Rechnung und Budget. Ich glaube, ich muss mich in der Bevölkerung nicht mehr speziell bekanntmachen. Ich bin in der Gemeinde präsent und mache alles im Rahmen der FDP-Kampagne mit. Ich mache aber keinen elektronischen Wahlkampf auf Internet-Foren.
War es schon immer Ihr Plan, einmal das Präsidium anzustreben?
Nein. Ich habe mir sogar kurz überlegt, ob ich nach 16 Jahren überhaupt noch einmal als Gemeinderat antreten will. Mein Beruf nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ich sehe mich darum auch eher als Übergangspräsidenten.
Das tönt jetzt nicht gerade so, als würden Sie für das Amt brennen.
Kontinuität in der Führung einer Gemeinde ist für mich sehr wichtig. Wenn mit Neuwahlen zu viel Know-How abfliesst, bezahlt man das. Hätte ein anderer bisheriger Gemeinderat sich für das Präsidium interessiert, hätte ich mich zurückgezogen. Hätte sich hingegen ein Präsidiumskandidat ohne Gemeinderatserfahrung gemeldet, wäre ich gegen ihn angetreten.
Würde ich mich nicht für meine Gemeinde einsetzen wollen, würde ich es auch nicht machen.
Tobias Bolliger

