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Die Parteien sind mit ihren Listen am Start

Am 15. April entscheidet sich, wer die nächsten vier Jahre im Dübendorfer Parlament politisiert. Die Parteien setzen auf bewährte Kräfte, müssen aber auch einige prominente Abgänge verkraften. Für Nachschub ist jedenfalls gesorgt: Die elf Listen umfassen 261 Namen.

Das katholische Pfarreizentrum Leepünt: Hier wird in der neuen Legislatur politisiert, gestritten, diskutiert, gepöbelt und auch immer mal wieder gelacht. (Foto: Thomas Bacher)

Die Parteien sind mit ihren Listen am Start

Die Dübendorfer Parteien haben ihre Kandidierenden für die Gemeinderatswahlen vom 15. April aufgestellt. Liste Nummer 1 fällt der SVP zu. Sie hat im Parlament mit zwölf Sitzen so viel Gewicht wie die SP und die GLP/GEU zusammen – auch wenn sie bei den letzten Gesamterneuerungswahlen vor vier Jahren einen Sitz verlor. Auf der Poleposition steht Jacqueline Hofer, die auch für den Stadtrat kandidiert. Dahinter folgen Patrick Walder, Marcel Berli und sechs weitere Bisherige. 

Falls Hofer den Einzug in die Dübendorfer Regierung schaffen sollte, hätte es bei gleicher Fraktionsstärke also Platz für vier Neue. Auf der aussichtsreichsten Position befindet sich Guido Schwegler, der 2014 nicht mehr antrat und nun vor seinem Comeback im Gemeinderat steht. Auf den Plätzen 10 bis 12: Sarah Steiner, Christoph Lutz und Oliver Pierson.

Nicht mehr auf der SVP-Liste sind neben Reto Steiner die zwei langjährigen Gemeinderatsmitglieder Patric Crivelli und Hans-Felix Trachsler. Crivelli wurde 2002 in die Legislative gewählt und war vor vier Jahren der Kandidat, der von allen Parteien die meisten Stimmen erhielt. Trachsler schaffte den Einzug in den Gemeinderat 1998 und sass seit 2006 in der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK), die er über viele Jahre präsidierte.

Nach einer Legislatur zurück im zweiten Glied

Bei der GLP/GEU treten wie schon vor vier Jahren sämtliche sechs Parlamentarier wieder an, die Spitzenplätze belegen Thomas Maier, Stefanie Huber und Valeria Rampone. Falls die Wähler sich beim Panaschieren und Kumulieren zurückhalten, müsste bei einem Sitzverlust Burkhard Huber über die Klinge springen, während bei einem Sitzgewinn Antoine Neuenschwander profitieren könnte. 

Sollten die Dübendorfer Theo Zobrist in den Stadtrat wählen, wäre Hanna Baumann mit Listenplatz 7 die aussichtsreichste Kandidatin.

Ganz oben auf der SP-Liste steht Theo Zobrist, der auch für die Exekutive respektive das Stadtpräsidium kandidiert. Auf ihn folgen die Bisherigen Alexandra Freuler und Patrick Schnider. Nach nur einer Legislatur tritt Evelyne Romero Bucherer ins zweite Glied zurück; auf Platz 9 ist sie praktisch chancenlos. Kann die SP ihre sechs Sitze verteidigen, hat Ivo Hasler die besten Chancen, gewählt zu werden. Sollten die Dübendorfer Theo Zobrist in den Stadtrat wählen, wäre Hanna Baumann mit Listenplatz 7 die aussichtsreichste Kandidaten.

Mit Andrea Kennel verzeichnet der Gemeinderat einen weiteren prominenten Abgang. Kennel trat 2015 aus der SP aus, weil sie mit einem Personalentscheid der Kantonalpartei nicht einverstanden war und politisierte danach als Parteilose weiter. Kennel wurde 1994 in den Gemeinderat gewählt. 2014 versuchte sie zum dritten Mal den Einzug in den Dübendorfer Stadtrat. Dabei unterlag sie nur knapp Kurt Spillmann (SVP). 

Die meisten Parteien treten mit denselben Kandidaten an

Einen langjährigen Gemeinderat verliert auch die BDP. Bruno Fenner tritt nach 16 Jahren im Parlament nicht mehr an. Damit rückt nun Theo Johner auf den Spitzenplatz vor. Bleibt es bei fünf Sitzen, dann sollte Melchior Volz die Wahl schaffen. Erhält Hanspeter Schmid genügend Stimmen für den Stadtrat, könnte auch noch Rahel Suremann profitieren. 

Konstanz herrscht bei der FDP. Die Partei tritt mit Andreas Sturzenegger, Rolf Biggel, dem amtierenden Gemeinderatspräsidenten Sandro Bertoluzzo und Ariane Egli genau so an, wie sie die Dübendorfer vor vier Jahren gewählt haben. Auch bei der CVP führen die drei Bisherigen Barbara Schori, Reto Heeb und Patrick Schärli die Liste an. 

Die Ethische Partei der Schweiz ist auf kommunaler Ebene bisher nicht in Erscheinung getreten.

Die Grünen wollen es erneut mit den amtierenden Gemeinderätinnen Flavia Sutter – vor vier Jahren war sie hinter Dominic Müller (CVP) die Vize-Panaschierkönigin – und Brigitte Kast wissen. Falls sie ihren Wahlerfolg von 2014 wiederholen können und einen weiteren Sitz dazugewinnen, wäre Julian Croci auf Platz 3 schon beinahe gewählt.

Die Partei der freidenkenden Bürger will es erneut wissen

Der einzige Vertreter der EDU im Gemeinderat ist Markus Brechbühl; er tritt erneut an. Und für die EVP möchte Tanja Boesch weitere vier Jahre anhängen.

Gerade einmal aus drei Namen besteht die Liste der Partei der freidenkenden Bürger (PfB), die bereits vor vier Jahren auf die Gunst der Wähler hoffte, den Einzug in den Gemeinderat aber nicht schaffte. Parteipräsident André Winkler kandidiert ausserdem, wie schon 2014, für den Stadtrat. Zwar hat er praktisch kein Budget für den Wahlkampf, dafür ist er wohl der fleissigste Facebook-Nutzer aller Kandidaten und darüber hinaus als Leserbriefschreiber sehr aktiv. 

Zum ersten Mal mit dabei ist die Ethische Partei der Schweiz, die bisher auf kommunaler Ebene nicht in Erscheinung getreten ist. Die EPS-Liste umfasst ebenfalls drei Namen. 
 

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