Mit ihrem Postulat wollten Tanja Walliser (SP/Grüne) und zehn Mitunterzeichnende vom Stadtrat wissen, ob in den Schulhäusern Stägenbuck und Birchlen nach deren Erweiterung eine Tagesschule möglich sei. «Tagesschulen verbessern die Chancengleichheit der Kinder», sagte Walliser gestern an der Sitzung des Gemeinderats.
Zudem rechne sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in Form höherer Steuererträge. Doch der Gemeinderat votierte mit 19 Nein- zu 11 Ja-Stimmen gegen ein Überweisung. Es war in Dübendorf der dritte Anlauf zu diesem Thema.
Der erste Versuch erfolgte vor rund 20 Jahren, damals in Form einer Volksinitiative, die von 600 Personen unterstützt wurde. Stadtrat, Schule und eine Mehrheit des Parlaments waren damals gegen die Pläne. Und am Ende auch das Stimmvolk, das der Initiative an der Urne eine deutlich Abfuhr erteilte.
Unnötiges Postulat
Vor vier Jahren schliesslich scheiterte ein Vorstoss der Gemeinderätinnen Gaby Gossweiler (FDP) und Andrea Kennel (parteilos, damals SP), die ihr Postulat zuvor zur Interpellation abgeschwächt hatten und vor allem über die Kosten reden wollten. Stadtrat und Schule jedoch hatten kein Interesse an einer Vertiefung der Diskussion.

