«Der Pavillon ist der Nukleus des Innovationsparks»
Regierungsrätin Carmen Walker Späh machte gleich zur Beginn der Pressekonferenz zur Eröffnung des Informationspavillons am Freitagabend in Dübendorf klar: Bundesrat Schneider-Ammann wird sich verspäten. Grund sei nicht etwa der starke Schneefall, sondern eine längere Bundesratssitzung. Als inoffizieller Stellvertreter nahm René Kalt, Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich, den bundesrätlichen Platz ein.
«Ich hoffe auf viele Daniela und Daniel Düsentrieb.»
Carmen Walker Späh, FDP-Regierungsrätin
Erster Schritt zum Innovationspark
Nach jahrelangen Vorarbeiten und politischen Grabenkämpfen wird mit dem Pavillon ein erstes Element des Parks für die Bevölkerung zugänglich (siehe Box). Walker Späh sagte sie wisse, wie wichtig die Einbindung der Bevölkerung in das Projekt sei. Sie denkt aber auch schon an die nächsten Etappen des Innovationsparks, wenn sie sagt: «Ich hoffe auf Firmen wie IBM oder Google und auf namhafte Universitäten oder Hochschulen wie es die ETH Zürich ist.» Und fügt hinzu: «Ich hoffe auf viele Daniela und Daniel Düsentrieb.»
Der Pavillon wird für die Bevölkerung freigegeben
Am Samstag, 10. März, um 10 bis 16 Uhr, öffnet der Innovationspark Zürich seine Tore und verschafft all jenen Einblick, die sich ein Bild des Generationenprojekts auf dem Flugplatz Dübendorf machen möchten. Neben Büroräumlichkeiten sind auch ein öffentliches Café und eine Ausstellung im Informationspavillon zu finden. Auch das Dach kann als Aussichtsplattform genutzt werden.Geplant ist zudem ein Programm mit verschiedenen Attraktionen für die Bevölkerung. Weitere Informationen auf www.switzerland-innovation.com/zurich/de/events.
«Jeder Dübendorfer trägt ein Gen in sich, das ihm sagt, dass er den Flughafen nicht betreten darf.»
René Kalt, Geschäftsführer der Stiftung Innovationspark Zürich
«Skurrile» Dübendorfer Flugapparte
Swissmem-Präsident Hans Hess geht in seiner Rede weit in der Zeit zurück bis ins Jahr 1910. Er zitiert aus einem historischen Dokument, wo von skurrilen Flugapparten in den Dübendorfer Hangars die Rede ist. Über verschiedene Ereignisse der Dübendorfer Fluggeschichte findet er den Bogen zu den Drohnen. Diese werden im US-Unternehmen Matternet gebaut, dass sich in einem Dübendorfer Hangar eingemietet hat, bis der Innovationspark fertig ist.
Das Dübendorfer Gen
Zurück zum Innovationspavillon kommt dann René Kalt, Geschäftsführer der Stiftung Innovationspark Zürich: «Der Pavillon ist der Nukleus des Innovationsparks.» Von diesem aus entwickle sich der ganze Innovationspark. Der Flughafen sei 100 Jahre für die Dübendorfer Bevölkerung gesperrt gewesen. «Jeder Dübendorfer trägt ein Gen in sich, das ihm sagt, dass er den Flughafen nicht betreten darf», so Kalt.
Wortloser Bundesrat
Als dann Bundesrat Schneider-Ammann mit Verspätung auf dem Flughafen landet und kurz darauf zur Durchschneidung des Bandes bereit steht, assistiert ihm, nebst Regierungsrätin Späh und Swissmen-Präsident Hess, adrett mit Krawatte gekleidet, ein ETH-Robotor. Dieser übergibt dem Wirtschaftsminister die Schere wortlos. Und Schneider-Ammann durchschneidet das Band – ebenfalls wortlos.
