Als in der Gemeinderatssitzung vom Montagabend das Postulat «Sichere Veloverbindungen in Uster» behandelt wurde, zeigte sich in den Reden der Befürworter und Gegner eine Gemeinsamkeit: Alle waren auf dem Velo an die Versammlung geradelt. Gemeinderatspräsident Balthasar Thalmann (SP) liess es sich im Laufe der Debatte nicht nehmen, zu bemerken: «Es gehört zum Standard, dass zuerst gesagt wird, wie man hierhergekommen ist. Ich wüsste gerne, wie es wäre, wenn es um ein Postulat zu einem Heli-Landeplatz ginge.»
Bei neuen Bauprojekten oder Strassensanierungen werden die Velofahrer in Uster als lebende Bremselemente eingesetzt.
Ursula Räuftlin, Gemeinderätin (GLP)
«Velofahrer als lebende Bremselemente»
Postulantin Ursula Räuftlin (GLP) fordert mit ihrem Vorstoss, dass die Stadt Uster eigene Bau- und Qualitätsstandards für den Veloverkehr definiere. Diese sollen bei der Planung von Strassenneubauten-und Sanierungen eingehalten werden. Räuftlin sprach als erste zum Geschäft: «Bei neuen Bauprojekten oder Strassensanierungen werden die Velofahrer in Uster als lebende Bremselemente eingesetzt, um das Tempo der Autofahrer tief zu halten.» Die Velofahrer würden sich auf der Strasse unsicher fühlen und aufs Trottoir ausweichen, was wiederum für die Fussgänger gefährlich werde. Ähnliches blühe bei der Sanierung der Gschwaderstrasse: «Dort gibt es ein 3,5 Meter breites Trottoir, dafür kein Radstreifen, sondern nur ein wenig Farbkleckse von 60 Zentimeter am Strassenrand.»
Alle Normen bestehen bereits und genügen den Anforderungen.
Matthias Bickel, Gemeinderat (FDP)

