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Politik

Weltstars, Schleichverkehr und die ICF

Ausverkaufte Konzerte und Grössen des internationalen Showbusiness, aber auch Kontroversen um Parkplätze und eine Freikirche als Mieterin sind Teil der ersten Jahresbilanz der Samsung Hall. Der Event-Tempel am Dübendorfer Stadtrand ist sowohl auf der ganz grossen Bühne als auch in der lokalpolitischen Realität angekommen.

Es sind wenige Meter, die die in Dübendorf gelegene Samsung Hall von der Stadt Zürich trennen, doch auch diese geringe Distanz zeitigt Auswirkungen: Dank dem am 27. Januar 2017 eröffneten Event Tempel darf die 27‘000-Einwohnerstadt Dübendorf regelmässig Weltstars wie Sting, Alice Cooper oder Amy Macdonald auf ihrem Gebiet begrüssen. Zürich bleibt diesbezüglich das Nachsehen – ein Umstand, den die an Events und prominenten Gästen nicht eben arme Stadt allerdings verkraften dürfte.

Dass die 40 Millionen Franken teure Samsung Hall zu Dübendorf und nicht zu Zürich gehört hat indes auch ganz praktische Folgen – zum Beispiel für die Bewohner in der Umgebung. Diese beklagten sich jüngst über den Schleichverkehr, den sie vor Grossveranstaltungen jeweils vor ihrer Haustür haben. Forderungen nach Fahrverboten und Barrieren kamen auf (siehe Box).

Auch mit derartigen, wenig glamourösen Aspekten mussten sich die Betreiber der Samsung Hall in ihrem ersten Jahr herumschlagen. Ihre Bilanz fällt dennoch positiv aus: «Wir sind sehr gut gestartet, wirtschaftlich und von der Anzahl Events her. Von den ersten zehn Konzerten waren acht ausverkauft», sagt Anke Stephan, die Geschäftsführerin der Eventpark AG, die die Samsung Hall für die Eigentümerin, die EPZ Immobilien AG, betreibt.

Suche nach eigener Identität

Die Samsung Hall sollte im Raum Zürich die Lücke zwischen Hallenstadion, das rund 13‘000 Besuchern Platz bietet und kleineren Veranstaltungssälen wie dem Zürcher «Volkshaus», dem «X-tra» oder dem «Dynamo» schliessen. Obschon die Halle, in der über 5000 Personen Platz haben, mit hohen Erwartungen verknüpft war, ist das positive Zwischenfazit Stephans in der Retrospektive nicht selbstverständlich: Denn der Start war mit Problemen behaftet. Die Bauarbeiten kamen nicht wunschgemäss voran, die Eröffnung und erste Konzerte mussten vom Winter 2016 auf den Januar 2017 verschoben werden. «Die ersten Monate waren sehr sportlich, der Betrieb zu stemmen eine Herkulesaufgabe», so Stephan.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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