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Jetzt putzen die Privaten auch an der Glatt

Die Arbeit der privaten Putzequipe am Wochenende am Bahnhof Dübendorf hat aus Sicht der Stadt den gewünschten Erfolg erzielt, deshalb wird deren Einsatz auf den Glattquai ausgeweitet. Weil der Bahnhof nach wie vor ein neuralgischer Punkt ist, denkt man im Stadthaus nun über Überwachungskameras nach.

Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels: Dank dem Einsatz von privaten Putzequipen liegt in der Bahnhofsunterführung weniger Abfall rum. (Foto: Thomas Bacher)

Jetzt putzen die Privaten auch an der Glatt

Die Diskussion um Abfall in der Bahnhofunterführung ist in Dübendorf ein Dauerbrenner. Doch in letzter Zeit registriert man im Stadthaus eine Entschärfung des Problems. «Die Situation hat sich markant verbessert», sagt Marco Strebel, der Leiter der Abteilung Sicherheit.

Grund dafür sei der private Reinigungsdienst, der jeweils an den Wochenenden am Bahnhof und insbesondere in der Unterführung den Dreck wegräumt und die überquellenden Abfallkübel leert. Weil die personelle Kapazität des Tiefbauamts eingeschränkt sei, habe der Stadtrat diese Massnahme im Sommer 2016 beschlossen, so Strebel.

Die Hemmschwelle erhöhen

Diese Anordnung war als Versuch ausgelegt und galt ursprünglich bis Ende 2017. «Nun wurde die Massnahme um ein Jahr verlängert», sagt Strebel. Gleichzeitig habe man die Zahl der Einsätze von drei auf zwei pro Wochenende reduzieren können. Neu wird zudem regelmässig eine Putztour im neugestalteten Park am Glattquai durchgeführt.

Abgesehen davon, dass der Abfall entsorgt werde, habe die Arbeit des privaten Reinigungsdiensts eine präventive Wirkung gegen Littering, ist Strebel überzeugt. «Wo es sauber ist, ist die Hemmschwelle höher, etwas wegzuwerfen. Allerdings gibt es leider immer noch viel zu viele Leute, denen alles egal ist.»

« Eine negative Tatsache »

Ein Thema bleibt auch die Sicherheit am Bahnhof, ob nun die tatsächliche oder die gefühlte. «Der Bahnhof ist für uns ein Brennpunkt», sagt Strebel. Das heisst: Die Polizei ist auf ihren Patrouillen Dauergast an den neuralgischen Punkten, ebenso die SIP (Sicherheit, Intervention und Prävention), die aufsuchende Sozialarbeit und Ordnungsdienst verbindet. Dazu kommt ein privater Sicherheitsdienst, der von der Eigentümerschaft der Überbauung an Wochenenden aufgeboten wird.

Der Einfluss der beiden Shops in der Unterführung, welche Alkohol verkaufen, will Strebel nicht überbewerten. «Alkohol ist in jeder Tankstelle zu haben. Und dann sind da natürlich auch noch die Leute, die betrunken vom Ausgang zurückkommen. Das ist leider eine negative Tatsache in einem urbanen Raum.»

Bereits jetzt wird überwacht

Zur Diskussion steht weiter eine Videoüberwachung des Bahnhofareals respektive der Unterführung. Die Massnahme ist gemäss der überarbeiteten kommunalen Polizeiverordnung möglich, muss aber vom Stadtrat beschlossen werden. Wann diesbezüglich mit einem Entscheid zu rechnen ist, kann Strebel nicht sagen. Derzeit seien die verschiedenen Abteilungen daran, das Thema der Freiräume in der Stadt einer Gesamtbetrachtung zu unterziehen.

Bereits vorgenommen würden temporäre Überwachungen mit Kameras nach polizeilich erfassten Vorfällen wie Vandalismus, sagt Strebel. «Das kantonale Polizeigesetz sieht in solchen Fällen einen zeitlich befristeten, punktuellen Einsatz von Überwachungskameras vor, auch im Sinne der Prävention.»

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