Für den einen müssen die Zahlen stimmen, für die andere steht die Kultur im Vordergrund. SVP-Gemeinderat Paul Steiner wollte vom Dübendorfer Stadtrat diverse Fragen zu den Unterhaltsbeiträgen der Stiftung Obere Mühle beantwortet haben. «Ich möchte wissen, wofür die teils stark abweichenden Beiträge gesprochen wurden.»
Stiftungsratspräsidentin Andrea Kennel sagt zu den finanziellen Entwicklungen der Stiftung: «Wir möchten mit den vorhanden Mitteln möglichst viel Kultur bieten.» Sie sehe zwischen den Zeilen von Steiners Anfrage stehen: «Hier wird nicht sauber gearbeitet.» Dies sei sicher nicht der Fall, so Kennel, die neben ihrer Tätigkeit im Stiftungsrat als Parteilose ebenfalls im Dübendorfer Gemeinderat sitzt.
«Mobiliar oder Technik stammt teilweise aus den 90er-Jahren.»
Rolf Hiltebrand, Leiter der Stiftung Obere Mühle
Jährliche Beiträge reichten nicht
Die abweichenden Unterhaltsbeiträge betreffen gemäss der schriftlichen Anfrage Kosten aus den Jahren 2016 und 2017. In den damaligen Stadtratsbeschlüssen wurden Ersatzanschaffungen von je rund 53‘000 Franken beschlossen. Normalerweise bekommt die Stiftung von der Stadt dafür einen jährlichen Betrag von 25‘000 Franken zugesprochen.

