800 Kilometer ohne Unfall
Ende Januar schliesst die Schweizerische Post ihren Versuch mit einem Lieferroboter in Dübendorf ab. Seit Mitte Oktober hat das kofferförmige, sechsrädrige Gefährt auf 200 Fahrten insgesamt 800 Kilometer zurückgelegt und dabei zahlreiche Päckli eines Kontaktlinsen-Discounters ausgeliefert.
Umringt von Kindergärtnern
Wie die Post in einer Mitteilung schreibt, gab es in Dübendorf keine Zwischenfälle. Man habe Erfahrungen rund um die Einbindung der Technologie in verschiedene Logistikprozesse sammeln können. Der Lieferroboter sei bei der Kundschaft gut angekommen und habe bei Passanten reges Interesse auf sich gezogen. «In der Nähe von Kindergärten nahmen ihn die Kinder richtiggehend in Beschlag», so die Post.
Der Einsatz der Roboter erfolgte in der Testphase immer mit einer Begleitperson; autonome Fahrten auf Trottoirs sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen derzeit nicht möglich. Bis sich das ändert, prüft die Post parallel neue Anwendungen mit autonomen Robotern, die innerhalb von Gebäuden Waren transportieren.
Nicht alle haben Freude
Keine Freude an den Plänen der Post hat der Fussgängerverein Zürich, schreibt die NZZ in Bezug auf einen früheren Testbetrieb in der Stadt Zürich. Trottoirs seien nach dem Gesetz dem Fussverkehr vorbehalten, hält der Verein fest. Die Lieferroboter nähmen Platz weg und stellten eine neue Verkehrsgefährdung dar. «Solange die Technologie noch nicht reif ist für Fahrzeuge auf der Fahrbahn, kann nicht einfach das Trottoir beansprucht werden.»
