Am Dienstagabend hatte das Forum Berufsbildung Zürcher Oberland Unternehmen oder anderweitig Interessierte zur Informationsveranstaltung «Integrationsvorlehre» eingeladen, die im Sommer kantonal starten soll (siehe Box). In der Fragerunde nach der Präsentation meldeten sich einige der rund 120 Unternehmern und Firmenverantwortlichen vornehmlich zu einem möglichen Problem: Die mangelnden Sprachkenntnisse der Flüchtlinge oder der vorläufig Aufgenommenen.
Wir haben gemerkt, dass es Kandidaten gibt, die einfach kein Handbuch lesen können.
Personalverantwortliche eines Unternehmens
«Die Sprachkenntnisse, die Flüchtlinge vorweisen müssen, sind zu wenig aussagekräftig. Wir hatten einen Lehrling, der mit dem Level B1 ein höheres Niveau als vom Bund vorgeben hatte, und trotzdem ist er in der Berufslehre nicht nachgekommen. Wie soll ich einschätzen können, ob sich der Aufwand für uns lohnt?», fragte ein Unternehmer.
Massimo Romano, Verantwortlicher für die schulische Ausbildung in der Berufsfachschule EB Zürich und einer der Redner an der Infoveranstaltung, sagte: «Grundsätzlich kann ich sagen, dass die Lehrlinge im mündlichen Bereich bei uns in der Schule keine Probleme haben. Die Einstufungen gemäss Sprachreferenzrahmen geben meist nicht ein vollständiges Bild der Sprachkompetenz.»
Eine Personalverantwortliche eines anderen Unternehmens sagte: «Für mich war das jetzt keine Antwort. Wir haben gemerkt, dass es Kandidaten gibt, die einfach kein Handbuch lesen können.»
Ich finde es super, was da auf die Beine gestellt wurde. Jeder Mensch soll eine Chance bekommen.
Avni Selimi, Geschäftsführer Boden & Design GmbH
Ameise nicht gleich Ameise

