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Ärger wegen Abfallentsorgung

Kathrin Molinari kritisiert den Service der Firma, die in Egg für die Entsorgung der Abfälle zuständig ist. Die Zuständigen in der Gemeinde sehen keinen Handlungsbedarf. Die Zahl der Beschwerden sei überschaubar, sagt Gemeindeschreiber Tobias Zerobin.

Okay, da steht er, aber wird er auch abgeholt? Das fragt sich Kathrin Molinari. (Foto: André Gutzwiller)

Ärger wegen Abfallentsorgung

Früher war alles besser? Für Kathrin Molinari trifft das zu – zumindest was die Abfallentsorgung anbelangt. «Bis vor zwei Jahren funktionierte alles gut: Man hat den Sack rausgestellt, die Recyclingfirma hat ihn abgeholt, fertig», sagt sie. Doch seitdem die Firma Frei für die Entsorgung verantwortlich ist, klappe es häufig nicht richtig.

Immer wieder komme der Lastwagen zu spät oder dann völlig überraschend sehr früh – «und dann ist es auch schon vorgekommen, dass der Abfall gar nicht abgeholt wurde», sagt die Esslingerin. Zuletzt sei das Anfang Januar, am offiziellen Christbaum-Entsorgungs-Tag der Fall gewesen. «Damals hat es gestürmt und ich konnte den Baum nicht einfach draussen liegen lassen, weil er dann vielleicht auf der Strasse gelandet wäre.» Also habe sie bei der Entsorgungsfirma angerufen und gefragt, wann der Kehrichtwagen komme. «Dort hat es geheissen, der Wagen habe einen technischen Defekt und man werde sich wieder melden», sagt Kathrin Molinari, «doch dann habe ich nichts mehr gehört.

Kein Anspruch auf Pünktlichkeit

Dass sie dann und wann mal einen Abfallsack in die Garage zurückstellen müsse, sei keine Tragödie, sagt sie. «Dass gerade im Vergleich zu früher der Service nicht mehr stimmt, regt mich aber schon auf. Und das nur, weil das Angebot der Firma Frei 5 Franken pro Einwohner und Jahr günstiger war.» Dazu komme, dass die Fahrzeuge von Uster anfahren müssten, während die Lastwagen des regionalen Anbieters quasi «um die Ecke» stationiert gewesen seien.

«Es gibt keinen Anspruch darauf, dass die Säcke zu einer bestimmten Uhrzeit abgeholt werden.»
Tobias Zerobin, Gemeindeschreiber Egg

Im Gemeindehaus sieht man die Situation nicht annähernd so düster. «Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit der Leistung der Firma Frei», sagt Gemeindeschreiber Tobias Zerobin. Es gebe zwar hin und wieder eine negative Rückmeldung, «aber dass bei dieser riesigen Anzahl mal ein Abfallsack vergessen geht, lässt sich wohl nicht vermeiden».

Ausserdem müsse sich die Gemeinde bei der Vergabe von Aufträgen wie alle anderen Kommunen auch an die geltende Submissionsverordnung halten – und da werde der Preis nun einmal überproportional stark gewichtet. «Letztlich war es die Firma Frei, die uns das wirtschaftlich günstigste Angebot unterbreitet hat.» Allerdings relativiert er die Kostenersparnis pro Einwohner, da diese auch von der anfallenden Abfallmenge abhänge.

Bezüglich der Zeiten verweist Zerobin auf den Abfallkalender, gemäss dem die Säcke am Abholtag bis spätestens 6.45 Uhr rausgestellt werden müssen. «Es gibt keinen Anspruch darauf, dass die Säcke zu einer bestimmten Uhrzeit abgeholt werden.» 

Keine Reklamationen erhalten

Martin Kleiner, der Geschäftsführer der Firma Frei Logistik und Recycling, ist überrascht von der Kritik. «Gemäss meinen Unterlagen haben wir von der Oetwilerstrasse die letzten sechs Monate keine Reklamation erhalten», hält er fest. Man bemühe sich stets, die Dienstleistungen zur Zufriedenheit der Bürger zu erbringen. «Leider können wir solche sich wiederholenden Vorfälle nicht korrigieren, wenn wir keine Meldung erhalten.»

Üblicherweise sei die Kehrichtabfuhr an der genannten Stelle nach dem Mittag, so Kleiner. Es könne aber vereinzelt vorkommen, das die Kehrichtwagen aufgrund von Baustellen oder leicht angepasster Tourenplanung im Winter am Morgen kämen. Auch Kleiner weist auf den Egger Abfallkalender hin. «Somit sollte kein Bürger bei korrekter Bereitstellung die Abfuhr verpassen.» 

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