Der Bundesrat hat zwei Varianten für einen Ausbau der Bahninfrastruktur in die Vernehmlassung geschickt. Das kleinere Paket beinhaltet Investitionen in der Höhe von 7 Milliarden Franken, das grössere ist 11,5 Milliarden schwer. Der Zürcher Regierungsrat spricht sich für die teurere Variante aus, wie er am Donnerstag mitteilte. Diese enthält die beiden Grossprojekte Brüttenertunnel und Bahnhof Stadelhofen und im Oberland als wichtigstes Projekt den Ausbau der Strecke Uster-Aathal auf zwei Spuren – eine seit Langem bestehende Forderung verschiedener Verkehrspolitiker aus der Region.
Zuletzt auf der politischen Traktandenliste stand das Vorhaben im vergangenen Sommer in Form einer Einzelinitiative, welche der Kantonsrat ablehnte. Dies allerdings nur, weil die Finanzierung der Bahninfrastruktur zwischenzeitlich Sache des Bundes geworden war. Ideell bekamen die Pläne breite Unterstützung. Ob der Ausbau in einer günstigeren Variante als oberirdische Doppelspur erfolgen oder aber zumindest ein Teil der Strecke in einem Tunnel geführt werden soll, ist im jetzigen Planungsstadium noch völlig offen.
Auch Geld für Forchbahn
Nicht in der Vernehmlassungsvorlage des Bundes enthalten ist die Forchbahn. Hier wird der Regierungsrat einen Ausbau der Kapazität in seiner Antwort als dringenden Wunsch formulieren. Konkret geht es um zwei Weichen in Waltikon, welche einen Spurwechsel ermöglichen. Die Investition dafür beläuft sich auf rund 3 Millionen Franken.
Als Realisierungshorizont der gesamtschweizerischen Investitionen fasst der Bund das Jahr 2035 ins Auge. «Der Regierungsrat wird sich aber dafür einsetzen, dass der Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen vorgezogen wird», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP). Sowohl der Bahnhof Stadelhofen als auch der Bau des Brüttenertunnels seien zwingend nötig, hält sie fest. «Ohne diese Projekte ist auch die Doppelspur im Aatal hinfällig.» Walker Späh geht davon aus, dass die Vorlage des Bundesrats im Jahr 2019 dem Nationalrat vorgelegt wird.

