Hansjakob Tobler ist Seegräbner des Jahres 2017
«Das Erscheinungsbild des heutigen und künftigen Seegräbner Waldes wird noch lange die Handschrift von Hansjakob Tobler tragen», umschrieb am Sonntag Gemeindepräsident Marco Pezzatti die Leistung des Ende November 2017 pensionierten Försters. Für das «grosse und begeisterte Engagement zum Wohle unseres Nutz- und Erholungswaldes» ehrte ihn Pezzatti am Seegräbner Neujahrsapéro mit dem Titel als Seegräbner des Jahres 2017 und überreichte ihm zum Dank ein Schweizer Sackmesser – mit Griffen aus Schweizer Holz.
Herr über Staats- und Privatwald
Tobler hatte 1985 die Nachfolge seines Vaters als Staatsförster für den Staatswald Uster sowie die Privatwälder in Uster, Seegräben, Gossau und Bubikon übernommen. Daneben hatte er als Ausbildungsförster und Chefexperte rund 600 Auszubildende betreut. Doch nicht nur als Förster diente und dient Tobler der Gemeinde. Seit letztem Jahr ist er auch als Ortschronist tätig.
Dürftige Prognosen
Vor der Ehrung hatte Pezzatti die gut 120 Besucher darüber aufgeklärt, dass von Prognosen nicht viel zu halten sei. Egal ob bei den Wettvorhersagen, bei politischen Prozessen, der wirtschaftlichen oder der Umweltentwicklung: Nur zu oft trete das nie ein, was vorhergesagt worden sei. Dabei zitierte der Gemeindepräsident den Dichter Wilhelm Busch: «Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.»
Doch das bedeute nicht, dass man einfach alles geschehen lassen solle. Beim Handeln gelte es aber, Gelassenheit und Mut zu zeigen. Mut brauche es bei Entscheidungen gerade darum, weil es eben die absolute Sichereit, das Richtige zu tun, nicht gebe. Und die Gelassenheit sei gefragt, um nicht vorschnelle Entscheidungen zu treffen.
Rückblick aufs 2017
Vor Pezzattis Ansprache gab der lädierte Gemeindeschreibe Marc Thalmann – obwohl er den rechten Arm in der Schlinge habe, sei die Führung der Verwaltung sichergestellt, meinte Pezzatti, da es fürs Schreiben nur einen Arm brauche und Thalmann ja Linkshänder sei – in einer Diaschau noch einen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres. Dazu gehörte auch die Aufzählung der zehn verstorbenen Seegräbner und die Auflistung der 15 Neugeborenen.
