Keine Angst vor Konkurrenz
Wo bis im März dieses Jahres Gipfelis und Brot verkauft wurden, werden nun Pizzas gebacken. Vor Kurzem haben Arsim Asani, sein Onkel Mujdin Kazimi und dessen Sohn Veron Kazimi in der früheren Filiale der Bäckerei Fust an der Bahnhofstrasse 28 in Effretikon die Pizzeria Mr. Piccola eröffnet.
Damit hat sich der 26-jährige Asani einen Traum erfüllt, wie er schon Ende Juni im «Regio» sagte. Er bringe Erfahrung als Geschäftsführer mit. «Mit 22 leitete ich ein Lebensmittelgeschäft in Leukerbad, mit 23 eines in Zermatt.» Nun sei die Zeit gekommen, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und sein Hobby zum Beruf zu machen. «Ich habe schon immer gerne gekocht und Gäste bewirtet», sagt der Detailhandelsfachmann.
Keine Angst vor Konkurrenz
Die Wahl fiel per Zufall auf Effretikon. Asani und seine Familie haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht. Die Frau seines Onkels Mujdin Kazimi habe in der Effretiker Fust-Filiale gearbeitet und wusste vom Leerstand. «Das Geschäft nahe beim Bahnhof passt gut. Viele Personen kommen hier vorbei», sagt Kazimi, der Besitzer der Pizzeria.
Dass es in Effretikon in der Nähe schon mindestens vier weitere Pizzerias oder Lieferdienste gibt, stört die beiden nicht. «Wir bieten ein super Preis-Leistungs-Verhältnis an», sagt Kazimi. Eine Pizza gebe es für zehn Franken, zum Mitnehmen sogar für neun. «So kann sich auch eine Familie mit weniger Geld leisten, ins Restaurant zu gehen.»
Verspätete Eröffnung
Kazimi hat jedoch festgestellt, dass die Gäste eher skeptisch sind, wenn sie die Preise sehen. «Sie denken, die Qualität ist schlecht, wenn die Pizzas billig sind. Wir beweisen, dass das Gegenteil der Fall ist.» Die ersten Kunden seien jedenfalls zufrieden gewesen.
Eigentlich hätte die Pizzeria, die für 20 Gäste Platz bietet, schon im September eröffnen sollen. Doch die Umbauarbeiten hätten länger gedauert als geplant, sagt Kazimi. Zwei neue Toiletten wurden eingebaut, ein Pizzaofen musste beschafft werden.
Der Mietvertrag, den Asani und Kazimi abgeschlossen haben, gilt für fünf Jahre. «Was danach geschieht, wissen wir noch nicht», sagt Asani. Denn das Haus befindet sich im Gebiet, wo einst die Zentrumsüberbauung Mittim hätte realisiert werden sollen. Das Projekt gibt es allerdings nicht mehr, stattdessen arbeitet der Stadtrat nun an einem Masterplan für das Areal. Basierend darauf sollen Grundstückbesitzer Teilgestaltungspläne ausarbeiten können.