«Der Pfannenstiel wird ärmer», heisst es in einer Mitteilung der Stiftung gegen Fluglärm. Diese will nach eigenen Angaben die Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Immissionen des Flugbetriebs schützen. In der Mitteilung wird der Immobilienpreis-Anstieg der letzten fünf Jahren um zwei Prozent in der Region Pfannenstiel thematisiert. Dieser sei verglichen mit dem ganzen Kanton gering. Klaus J. Stöhlker, Pressesprecher der Stiftung, sagt: «Wir sprechen hier von einer eigentlichen Stagnation der Immobilienpreise. In verschiedenen Regionen sogar von einem Rückgang.»
Die Immobilienbranche hat jahrelang diese Stagnation am Pfannenstiel geleugnet.
Klaus J. Stöhlker, Stiftung gegen Fluglärm
Klagen auf hohem Niveau
Gemäss einer Auswertung des statistischen Amtes des Kantons Zürich ist das Gebiet um den Pfannenstiel, die Region mit dem geringsten Preisanstieg für Einfamilienhäuser pro Quadratmeter Wohnfläche von 2012 bis 2016 im ganzen Kanton. Allerdings ist der Pfannenstiel mit einem durchschnittlichen Preis für einen Quadratmeter Wohnfläche von 10‘700 Franken im Jahr 2016 auf einem sehr hohen Preisniveau. Nur die Stadt Zürich liegt mit 11‘500 Franken höher. Aber die Veränderung hat am Pfannenstiel nur ein kleines Plus von 300 Franken und damit zwei Prozent ausgemacht. In Zürich sind die Preise um rund 700 Franken gestiegen, was sechs Prozent entsprechen.
Die Stiftung sieht in dieser Statistik den Beweis, dass die seit 14 Jahren bestehenden Südlandungen zu einem grossen Werteverlust bei Immobilien führe. Stöhlker sagt dazu: «Die Immobilienbranche hat jahrelang diese Stagnation am Pfannenstiel geleugnet. Jetzt haben wir die erst offizielle Bestätigung dieser Entwicklung.»

