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Minelli zum zweiten Mal angeklagt

Wie angekündigt wird einen Monat nach der Rückweisung der Anklage gegen Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli durch das Bezirksgericht Uster, die Anklageschrift vom Staatsanwalt erneut eingereicht.

Dignitas-Chef Minelli, hier an einer Veranstaltung in Pfäffikon, wird erneut angeklagt. (Bild: Nicolas Zonvi)

Minelli zum zweiten Mal angeklagt

Ludwig A. Minelli soll sich wegen Begleitung und Beihilfe zum Selbstmord vor Gericht verantworten, dies berichtet die NZZ am Sonntag. Nachdem Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, diesen Schritt schon letzten Monat angekündigt hatte (wir berichteten), wurde die Anklageschrift am Mittwoch vom Zürcher Staatsanwalt  Andrej Gnehm erneut ans Bezirksgericht Uster geschickt.

Minelli bestreitet

Die NZZ am Sonntag schreibt, dass der 85-jährige Minelli die Anklage als haltlos erachte und die Anschuldigungen bestreite. Die zur Anklage stehenden Fälle betreffen die Jahre 2003 und 2010, bei denen Dignitas deutsche Sterbewillige in den Tod begleitet haben soll. Gnehm will einen Musterprozess erreichen, der klären soll, wie viel Geld für Suizidhilfe verlangt werden und ob jemand Geld damit verdienen darf.
Beim ersten Versuch die Anklageschrift beim Ustermer Bezirksgericht zu platzieren, machte dieses noch Mängel geltend. Staatsanwaltschaft Gnehm bezeichnet dies als «juristisch nicht nachvollziehbar» und wies auf eine drohende Verjährung hin. zo

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