Die Naturschutzvereine rund um den Greifensee bieten immer wieder Grundkurse in Ornithologie an. Im kommenden Jahr wird die Sektion Mönchaltorf den Kurs unter der Leitung von Peter Schuler und Irene Kühler zum ersten Mal durchführen. Der Kurs fokussiert dabei auf die rund dreissig bis vierzig häufigsten Vogelarten Mönchaltorfs, wie etwa das Blesshuhn oder den Turmfalken. In Theorieabenden sowie Exkursionen rund um Mönchaltorf werden die Vögel in ihren hiesigen Lebensräumen Wald, See, Riet, Feld und Siedlung genauer angeschaut.
Gut ausgerüstet unterwegs
Die visuelle Erkennung der Vögel ist aber nur ein Element des Kurses. Laut Feldornithologe Peter Schuler gehört auch die Unterscheidung der Vogelstimmen dazu. Damit es aber nicht bloss bei den Theorielektionen im Mönchhof bleibt, sind auch Ausflüge geplant. «Draussen hören und sehen wir vor Ort, was da singt und fliegt». Mit dabei sei dann auch ein gutes Fernrohr, um die Tiere aus der Nähe betrachten zu können. Lange Märsche seien die Exkursionen aber nicht. «Wir werden jeweils etwa zweieinhalb bis drei Stunden unterwegs sein und das auf normalen Wegen», erzählt Schuler. Damit die gewünschten Vögel tatsächlich gesichtet werden können, werden Schuler und seine Kollegin jeweils freitags zuvor eine Vorexkursion durchführen. Natürlich könne es auch mal ganz anders als geplant kommen. «Vögel sind aber zur Brutzeit reviertreu», meint Schuler.
Auf unterschiedliche Vorkenntnisse der Kursbesucher sei man vorbereitet. «Grundsätzlich sind alle willkommen, mit oder ohne grossem Vorwissen», sagt Schuler. Der Kurs ist zwar zur Wissensvermittlung gedacht, eine Prüfung wird es nicht geben. Wen es, wie Schuler selbst, nach dem Grundkurs gepackt hat, kann anschliessend den Feldkurs Ornithologie besuchen. Dieser dauert eineinhalb Jahre und vertieft die Vogelkenntnisse der Teilnehmer. Während der Grundkurs lokal durchgeführt wird, findet die Vertiefung zentralisiert in Zürich statt. Das Lehrmaterial des Grundkurses werde vom Dachverband Bird-Life zur Verfügung gestellt und habe sich «seit fünf Jahren bewährt», so Schuler. Zudem stünden auch die vereinsinternen Exkursionen allen zusätzlich Interessierten offen.
Problem Artenschwund

