Vom Mars in die Schweizer Alpen
21 Kinder von Flüchltingsfamilien und sechs von der Primarschule Pünt sorgten am Samstag für Theaterunterhaltung. Im grossen Saal der katholischen Pfarrei Uster in Uster probten die Kinder von 9 Uhr morgens bis kurz vor ihrem Auftritt um 17 Uhr. Sie wurden von Theaterpädagogin Amada Reichmuth und ihren zwei Kolleginnen betreut.
Die Veranstaltung fand unter dem Motto «Integration live» statt. Tatsächlich sind die Flüchtlingskinder längst integriert; sie sprechen alle schon sehr gut schweizerdeutsch. Die Kinder hatten sichtlich Spass bei der Probe. Die verbrannte Energie wurde zwischendurch wieder mit einer Pizza zugeführt.
Nahost-Kost
Um 17 Uhr war es dann soweit. Eltern, Freunde und Gäste sassen erwartungsvoll auf ihren Zuschauerplätzen, die Kinder noch mucksmäuschenstill hinter dem Bühnenvorhang. Dann zeigten sich Menschen auf der Bühne, die auf einer Traumreise waren, einmal in den Schweizer Alpen, einmal in Indien oder dann sogar auf Mond und Mars. Überzeugend schlüpften die Kinder in verschiedene Rollen und spielten koordiniert ihre Szenen. Sie sangen das Heidi-Lied und zum Schluss gab jedes Kind etwas von seinen eigenen Träumen preis.
Die Finanzierung des Stücks wurde dank den zwei 1000-Franken-Spenden des Rotary-Club (Innerwheel-Frauen) und des Frauenvereins Uster gesichert. Zudem konnte der Kindertheatertag auf die kostenlose Nutzung des Saals zählen. Nach der Vorstellung wurde ein Buffet aufgebaut mit Speisen aus Eritrea, Syrien, Irak, Afghanistan, Iran und der Schweiz. (zo)
