Politik

Nach drei Jahren werden bereits Böden ersetzt

2014 wurde die Genossenschaftssiedlung Widenbüel in Mönchaltorf eingeweiht. Nun werden in den Wohnungen bereits die Böden ersetzt – auf den Anhydrit-Belag wird Parkett verlegt. Der moderne Gussboden fand keinen Anklang.

Ariel Müller, Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Gewo Züri Ost, in einer Wohnung mit neuem Boden. (Bild: Beatrice Zogg), In der 2014 erstellten Widenbüel-Siedlung in Mönchaltorf wurde ein Anhydrit-Belag für den Boden gewählt. Dies schreckte viele Mietinteressenten ab. (Bild: zvg), Mit dem neuen Parkettbelag sollen die Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt besser ankommen. (Bild: zvg)

Nach drei Jahren werden bereits Böden ersetzt

«Aus heutiger Sicht war die Materialwahl ein Fehlentscheid. Bei zukünftigen Wohnungsbauten werden wir nicht mehr auf diesen Bodenbelag setzen», sagt Ariel Müller, der seit dem 1. September neuer Geschäftsführer der Gewo Züri Ost ist. 

Die Wohnbaugenossenschaft hat in ihrer Neubausiedlung Widenbüel in Mönchaltorf, die im Sommer 2014 fertiggestellt wurde, in den Mietwohnungen einen Anhydrit-Belag in den Wohnräumen giessen lassen. Der aus flüssigem Caliumsulfat, Sand und Wasser bestehende Boden hat in den letzten Jahren als Alternative zu Platten- oder Parkettbelag  in der modernen Architektur Einzug gehalten. 

«Wird der Boden noch gemacht?»

Der fugenlose, eierschalenweisse Anhydrit-Boden sei zwar sehr modern und werde oft bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern eingesetzt, bei der Mehrheit der Mieter in Mönchaltorf finde er aber keinen Anklang. «Er wirkt auf viele kalt und unwohnlich», so Müller. 

Dies habe auch neue, potenzielle Mietinteressenten abgeschreckt. «Wird der Boden noch gemacht?» – diese Frage hörte Rosalia Glesti in den letzten drei Jahren oft. Die Immobilienbewirtschafterin ist bei der Ustermer Wohnbaugenossenschaft für die Vermietung der 30 Wohnungen und der Arztpraxis, die ebenfalls in der Siedlung liegt, zuständig. «Der Boden war bei den Wohnungsbesichtigungen immer ein Thema. Viele dachten, er sei noch nicht fertiggestellt.» Zudem hat sich der Anhydrit-Belag auch bei der Reinigung als nicht alltagstauglich erwiesen. Der Schmutz habe sich teilweise in der leicht porösen Struktur festgesetzt, so Glesti.

Neu mit Parkett

Nun hat die Genossenschaft reagiert und ersetzt bei einem Mieterwechsel den Bodenbelag. So wird  auf den Gussboden in den Wohnräumen Eichenparkett verlegt. Bereits sind drei Wohnungen damit ausgestattet worden. Auch bestehende Mieter können in ihren Wohnungen auf Wunsch Parkett haben. «Wir erhoffen uns nun eine schnellere Wiedervermietung der Wohnungen bei einem Mieterauszug», so Müller. Die 30 2.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen würden ansonsten von der Lage, den Grundrissen und dem Ausbaustandard gut ankommen.

Wie teuer die Genossenschaft der neue Bodenbelag zu stehen kommt, möchte Müller nicht kommunizieren.

Die Wohnungen am Sunneweg 5 und an der Lindhofstrasse 3, die neu mit Parkett ausgestattet wurden, können am Samstag, 4. November, von 10 bis 12 Uhr besichtigt werden.

Neuer Spielplatz
In der Genossenschaftssiedlung ist dies nicht die einzige Neuerung. So wird inmitten der Häuser ein zweiter, neuer Kinderspielplatz erstellt. Die beiden Schaukeln und die Rutsche stehen bereits. «Bislang gab es nur ein Wasserspiel und einen Sandkasten. Nun ist der Spielplatz auch für etwas grössere Kinder attraktiv», so Immobilienbewirtschafterin Rosalia Glesti. Der zusätzliche Spielplatz wurde vom Hausverein (in dem die Bewohner organisiert sind) initiiert, geplant und ausgeführt. An den Kosten beteiligen sich der Hausverein und die Genossenschaft.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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