Ein musikalisches Kabarett über Frauenfreundschaften
Seit gut drei Jahren machen sie die Bühnen unsicher: vier glamouröse Ladies in High Heels und Abendkleid, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Martina Lory, Anikó Donáth und Isabelle Flachsmann sind durch ihre Solo-Karrieren in der Schweizer Film- und Theaterszene bestens bekannt. 2014 schlossen sie sich zusammen, holten Pianistin Sonja Füchslin mit ins Boot und starteten als «Exfreundinnen» durch. Seither sind sie mit ihrem Musik-Comedy-Programm in der Schweiz auf Erfolgskurs.
Die Exfreundinnen treten mit ihrem neuen Programm «zum Fressen gern» am 3. und 4. November jeweils um 20 Uhr im Casinotheater Winterthur auf.
Diesen Herbst präsentieren die vier Damen ihr zweites Programm «zum Fressen gern». Dabei dreht sich alles um Frauenfreundschaften. «Die Männer haben wir diesmal etwas bei Seite gelassen, dafür nehmen wir uns selbst gehörig auf die Schippe», verrät Anikó Donáth im Vorfeld. Am 3. und 4. November wird das musikalische Kabarett – mit Liedern von Michael Jackson bis zu den Schlümpfen – auch im Casinotheater in Winterthur zu sehen sein.
«Persönlich, aber nicht privat»
Schon das erste Programm «Musikalische Therapie mit Nebenwirkungen» kam beim Publikum sehr gut an. Die Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Auf der Bühne witzelten die Exfreundinnen über ihre Verflossenen, ärgerten sich über deren Macken und machten auch vor den eigenen kuriosen Marotten nicht Halt. Anikó Donáth erinnert sich: «Das Programm schlug ein wie eine Bombe.»
Das neue Programm der Exfreundinnen. (Video: Youtube.com)
Wo liegt das Erfolgsgeheimnis? Anikó Donáth erklärt: «Liebeskummer ist brutal, das weiss auch jede Frau.» So könne sich jede mit ihrem Programm identifizieren. Das Publikum müsse sich auch diesmal auf eine geballte Ladung an Emotionen gefasst machen. «Wir sind zwar glamourös gekleidet, erzählen aber schreckliche Anekdoten, die uns teils tatsächlich passiert sind. Die Themen sind sehr persönlich, aber niemals privat.»
Streitigkeiten als Inspiration
Am neuen Programm haben die vier Damen mehrere Monate lang geschrieben. Inspiration gab es genug – dafür sorgten auch die Streitigkeiten bei den Proben. «Wir haben manchmal einen Ton drauf, das ist unglaublich!», sagt Anikó Dónath in halbernstem Ton. Aber es gebe auch keinen Tag, an dem sie nicht gemeinsam lachen würden. «So sind Frauenfreundschaften nun mal. Es ist eine Hassliebe: Man streitet und versöhnt sich wieder.»
Nun freuen sich Martina Lory, Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Sonja Füchslin auf die Tournee mit dem neuen Programm. Bis im nächsten Jahr sind sie damit in der ganzen Schweiz auf Tournee. An einem dritten Programm tüfteln die vier Frauen bereits. 2019 soll zudem ein Kinofilm entstehen.