Kehrichtsackgebühren in Uster sinken
Die Gebühren für die Ustermer Kehrichtsäcke und Sperrgutmarken sinken per 1. Januar 2018 um rund 10 Prozent. So kostet ein 35-Liter-Sack neu statt 1.60 Franken nur noch 1.45 Franken und eine Sperrgutmarke neu statt 2 Franken nur noch 1.80 Franken. Alle 2017 gekauften Gebührensäcke und Sperrgutmarken können auch 2018 weiterhin eingesetzt werden. Es findet jedoch keine Rückerstattung der Preisdifferenz statt.
Die Gebühren für die Kehrichtsäcke und Sperrgutmarken werden so angesetzt, dass damit die Kosten für den Transport und die Verwertung des Kehrichts gedeckt werden können, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Uster. Zudem hätten sie eine lenkende Wirkung und sollten nicht zu tief angesetzt werden, um einen Anreiz zur Abfallvermeidung zu bieten.
Zu grosse finanzielle Reserven
Die Abfallbewirtschaftung ist von Gesetzes wegen spezialfinanziert. Dies bedeutet, dass alle Ausgaben durch Gebühreneinnahmen gedeckt werden müssen und dass keine Steuereinnahmen dafür eingesetzt werden dürfen. Ein Einnahmenüberschuss per Ende Jahr fliesst in die Reserve der Spezialfinanzierung, während ein Ausgabenüberschuss aus dieser Reserve entnommen wird. Diese Reserve hat sich in den letzten Jahren auf einem hohen Niveau eingependelt und soll nun langsam wieder abgebaut werden.
Dieses hohe Niveau betrage zur Zeit rund drei Millionen Schweizer Franken, wie Sarina Laustela, Leiterin Abfall und Umwelt auf Anfrage erklärt. Damit bewege man sich auf der Maximalgrenze für angehäufte Reserven, welche von Bund und Kanton empfohlen würden.
