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Anita Borer kandidiert für den Stadtrat

Die SVP Uster will mit Anita Borer und Jean-François Rossier ihre Sitze im Ustermer Stadtrat verteidigen. Während Rossier die zweite Amtsdauer in Angriff nehmen will, soll Gemeinderätin Borer anstelle des zurücktretenden Werner Egli in die Exekutive einziehen. Fürs Stadtpräsidium stellt die wählerstärkste Partei keine Kandidatur.  

Anita Borer soll für die SVP den zweiten Stadtratssitz holen. (zvg), Jean-François Rossier wird von der SVP für eine zweite Amtsdauer als Stadtrat portiert. (zvg)

Anita Borer kandidiert für den Stadtrat

Anita Borer tritt für die SVP in den Stadtrats-Wahlkampf ein. Borer will zusammen mit Jean-François Rossier die zwei SVP-Stadtratssitze verteidigen. Keiner von Beiden möchte allerdings das Stadtpräsidium vom zurücktretenden Parteikollegen Werner Egli in Angriff nehmen. Somit entfällt die SVP-Kandidatur vollends, was die SVP Uster bedauere. Als Grund für den Verzicht gibt die SVP an, dass beide Kandidaten weiterhin in der Privatwirtschaft tätig sein wollen und dies mit dem 80 Prozent-Pensum des Amtes nicht vereinbar wäre. Die SVP möchte aber das Stadtpräsidium von Uster in bürgerlicher Hand behalten, wie sie selber sagt. Ob dieses Ziel erreichbar sei, hänge von den Kandidaturen ab. Auf bürgerlicher Seite wurde von der FDP Cla Famos fürs Präsidium aufgestellt. Die SVP Uster will sich zu gegebener Zeit mit den Kandidaturen befassen und gegebenenfalls eine Wahlempfehlung aussprechen. Auf Nachfrage stellt SVP-Gemeinderat Hans Keel jedoch klar: «Die Kandidatur von Cla Famos wird auf jeden Fall unterstützt.»

Das sagt Finanzvorstand Cla Famos (FDP) zu Anita Borers Kandidatur:

 

Lokalpolitik und Exekutive reizt

Anita Borer sieht im Aufgabenbereich des Stadtrates die Möglichkeit, einen vertieften Einblick in die lokalpolitischen Abläufe zu bekommen und sich entsprechend einzubringen. Dieser «Blick hinter die Kulisse» sei im Stadtrat noch stärker gegeben als in ihrer Tätigkeit im Gemeinde- oder Kantonsrat. Zusätzlich findet sie den persönlichen Kontakt wichtig: «Ich freue mich, mit der Verwaltung noch enger zusammenzuarbeiten und mit den direkt Betroffenen, den Bürgern, in Kontakt zu sein. Auch reize sie die anspruchsvolle Arbeit in der Exekutive.  

Findungskommission prüfte Kandidaturen

Nachdem Werner Egli Ende Juli 2017 bekannt gab, dass er für keine weitere Legislatur kandidieren werde, rief die Generalversammlung der SVP Uster eine Findungskommission ins Leben mit dem Ziel, geeignete Kandidaturen für den Stadtrat von Uster zu evaluieren. «Die Findungskommission hat verschiedene valable Kandidaturen geprüft», sagt Heinz Wolfensberger, Alt Stadtrat und Mitglied der Findungskommission. «Für uns war die Kandidatur von Anita Borer jedoch eine logische Folge ihrer bisherigen politischen Tätigkeit.» 

Politischer Werdegang von Borer

Die 31-Jährige begann ihre politische Laufbahn in der Jungen SVP Kanton Zürich, zuerst als Präsidentin der Sektion Oberland-See und anschliessend als Präsidentin der Kantonalpartei. Gleichzeitig nahm sie Einsitz in der Parteileitung der SVP Kanton Zürich und später ebenfalls im Zentralvorstand der SVP Schweiz.

Anita Borer vertritt die Volkspartei seit sechs Jahren im Ustermer Gemeinderat und setzt sich seit 2011 auch im Kantonsrat für Uster ein. Dort engagierte sie sich unter anderem für die Errichtung der Kantonsschule Uster sowie der Umfahrung Uster West.

Als Parteipräsidentin habe Anita Borer die SVP Uster 2014 zum Wahlerfolg geführt. So konnte die Partei das Stadtpräsidium erobern und nebst dem zweiten Stadtratssitz auch die zehn Sitze im Gemeinderat erfolgreich verteidigen. Die SVP Uster blieb damit die stärkste Kraft im Ustermer Parlament und die wählerstärkste Partei in Uster. (zo)

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