Abo

Politik

EcoViva – so läuft es in anderen Städten

Die Initiative «Eco Viva» der Ustermer Grünen fordert 10 Millionen Franken, damit in der Stadt mehr günstiger Wohnraum entsteht. In anderen Städten sind bereits ähnliche Vorlagen realisiert worden – die dort gegründeten Stiftungen sehen sich aber teilweise dem Vorwurf ausgesetzt, vor allem Kosten zu verursachen

Wenn die Ustermer übermorgen über die EcoViva-Initiative abstimmen, sind sie nicht die ersten, die über eine solche Vorlage entscheiden. Die Initiative will, dass die Stadt Uster eine Stiftung gründet, welche preisgünstige und ökologische Wohnungen sowie Gewerberäume in Uster schafft. In den Städten Zürich, Winterthur und Baden fanden bereits ähnliche Abstimmungen statt, die den Zweck einer Stiftungsgründung oder allgemein das Bereitstellen von kostengünstigem Wohn –und Gewerberaum zum Ziel hat.

In der Stadt Zürich wurde  2013 die «Bezahlbar und ökologisch Wohnen» - Initiative der Grünen mit 75 Prozent angenommen. Wie die EcoViva-Initiative in Uster, forderte auch dieser Volksentscheid die Gründung einer Stiftung, die preisgünstige und ökologisch Wohnungen sowie Gewerberäume schafft. Das Stiftungsvermögen ist allerdings ungleich höher. Der 2013 gegründeten Stiftung «einfach Wohnen» wurde gemäss Volksentscheid ein Stiftungskapital von 80 Millionen Franken aus der Stadtkasse zugewiesen.

Kritik von Links und Rechts

Eine erste Bilanz nach drei Jahren durch die Medien und Politik fiel durchaus kritisch aus. So bemängelte die NZZ Ende 2016, dass in drei Jahren weder eine Wohnung angeboten wurde, noch ein konkretes Bauvorhaben zustande gekommen sei. Die Stiftung habe nur administrative Kosten von rund 220 000 Franken im Jahre 2016 verursacht. Für 2017 ist ein Budget von 240 000 Franken vorgesehen.

Auch von Links gibt es Kritik. Andreas Kirstein von der Partei Alternative Liste kritisiert, dass eine andere Stiftung der Stadt Zürich die Geschäftsvorhaben der Stiftung «einfach Wohnen» konkurrenziert, weil beide Stiftungen nach günstigem Wohnraum suchen. Patrick Pons vom Zürcher Finanzdepartement widerspricht: «Dieses Konkurrenzdenken ist nicht vorhanden.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?