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Oberländer geniessen nun gemeinsam mit der ganzen Schweiz

Bereits zum siebten Mal wird im Zürcher Oberland tüchtig genossen. 20 lokale Gastronomiebetriebe und Produzenten beteiligen sich an der Veranstaltung von Natürli Zürioberland. Erstmals ist diese in die schweizweite Genusswoche eingebettet.

Aline Schmucki und Michael Dubach (rechts), beide von Natürli Zürioberland, bereiten zusammen mit Stefan Flückiger von der Schweizer Genusswoche Zwirbelbrot vor. In dieser Backstube in Dussnang können auch Besucher der Genusswoche selbst in den Teig greifen. (Christian Brändli)

Oberländer geniessen nun gemeinsam mit der ganzen Schweiz

Die Zürcher Oberländer wissen zu geniessen. In den vergangenen sechs Jahren gab es unter dem Titel «Genuss» im Rahmen der Reihe «Das Beste der Region» jeweils während rund eines Monats eine breite Palette an kulinarischen Höhepunkten in der ganzen Region. Dieses Jahr müssen sich die Gourmets etwas einschränken, mindestens zeitlich. Geschlemmt werden soll «nur» noch zwischen dem 14. bis 24. September, denn der regionale Veranstalter Natürli Zürioberland bettet die Anlässe erstmals in die schweizweite Genusswoche ein, die in dieser Zeitspanne über die Bühne geht.

Auf Entdeckungstour

«Die Genusswoche will Lust auf kulinarische Entdeckungen machen. Dazu soll sie Treffpunkte für Menschen schaffen, die gerne gut essen», erklärte am Donnerstag Stefan Flückiger von der Schweizer Genusswoche anlässlich der Präsentation der Oberländer Aktivitäten.

Eine ganz besondere, die auch gleich den schweizweiten Rahmen der Genusswoche aufzeigt, findet am 17. September im Rössli Illnau statt: die Bénichon 1717. Die Idee dazu hatte Wirt René Kaufmann, der den Zürcher Oberländern nun eine Fribourger Älplerchilbi ermöglicht. Während fünf Stunden werden die Gäste durch ein siebengängiges Menü geführt, begleitet durch Chorgesang und Volksmusik sowie Bonmots von Mundartkünstler Christian Schmid. Und ein Tänzchen könnte dann bei der Verdauung helfen.

Vorbereitung in der Romandie

Oliver Deutsch, angehender Restaurationsfachmann im dritten Lehrjahr, reiste zusammen mit den anderen fünf Lehrlingen des Rösslis zur Vorbereitung extra für einen Erfahrungsaustausch in die Romandie. «Ich habe zwar sprachlich nicht allzu viel verstanden, aber es war dennoch sehr interessant», meinte er, der zusammen mit seinen Mit-Stiften am 17. September 2017, daher das 1717, die erwarteten 100 Gäste bewirten wird.

Besonders freut er sich auf die Meringues, die es zum Dessert geben wird: «Ich hatte noch nie zuvor so feine wie im Fribourgischen.»

Über drei Kantone hinweg

Die 20 Veranstalter, die unter der Koordination von Natürli Zürioberland an der Genusswoche mitmachen, verteilen sich über drei Kantone: «Unser Raum umfasst das Zürcher Oberland, das St. Gallische Goldingertal und das Thurgauische Tannzapfenland», erklärte Regionalleiter Michael Dubach. «Schon sind einige Anlässe ausgebucht, vor allem die speziellen sind sehr gefragt.» So rechnen die Veranstalter mit rund 5000 Besuchern. «Auf jeden Fall lohnt es sich, frühzeitig zu reservieren», meinte Dubach.

Michael Dubach spricht über die Genusswoche im Oberland. (Video: Christian Brändli)

Die Angebote in der Region lassen sich in fünf Kategorien einteilen. Da sind zunächst einmal jene mit Kultur wie beispielsweise das Menu litteraire im Zum Hut in Uster (mehr Informationen sind in der Bildstrecke oder unter www.genusswoche2017.ch zu finden) oder eben die Bénichon im Rössli Illnau.

Essen mit Aussicht

Dann gibt es solche, die mit einem Fest oder Markt verbunden sind wie im Atzmännig. Es gibt solche, bei denen zum Essen eine besonders schöne Aussicht serviert wird wie auf der Farneralp oder dem Schauenberg. Erlebnisgastronomie wird beim Hadliker Aubergine-Catering geboten und Genuss am Tisch steht etwa in der Bleichibeiz in Wald oder dem Adler in Grüningen im Vordergrund.

«All unseren Anlässen gemein ist, dass regionale und saisonale Produkte im Vordergrund stehen und ein Rahmenprogramm geboten wird», erläuterte Aline Schmucki von Natürli Zürioberland. So sind nach Meinung der Tourismusfachleute Regionalprodukte sehr wichtig als Werbeträger für eine Region. «Sie können eine Verbindung zu guten Erinnerungen schaffen.»

Nudelwerkstatt verlässt Wetzikon

Mit einem Backkurs dabei ist das Kornhaus in Dussnang. Dieser Produktions- und Dienstleistungsbetrieb mit rund 30 Ausbildungs- und Wohnplätzen für Menschen mit einer Beeinträchtigung hat auch eine Verbindung ins Zürcher Oberland. So wird die Nudelwerkstatt La Martina, die seit rund 35 Jahren in Wetzikon ihren Sitz hat, auf Anfang des nächsten Jahres nach Dussnang transferiert.

Für die Nudelwerkstatt, deren Sortiment mit Nudeln- und Pestoproduktion fortgeführt wird, ist beim Kornhaus ein Neubau erstellt werden. Dort soll dereinst ein Team von bis zu sechs Personen arbeiten.

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