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So war die Badisaison 2017

Der Sommer brachte nicht nur Hitze, Sonnenbrände und Insektenstiche. Vier Bademeister erzählen, was in ihren Badis los war.

Die Dorfbadi Uster konnte zahlreiche Badegäste anlocken und ist zur Zeit noch Heimstätte für verschiedene Kunstwerke. (Archivbild), Die Seebadi in Maur hat eine eigene Ruhezone. (Archivbild), Der Sprungturm im Strandbad Uster für die wagemutigen Badegäste. (Archivbild), Das Strandbad Egg lockt mit den günstigsten Eintrittspreisen der vier Badis. (Archivbild)

So war die Badisaison 2017

Bedauernswerte Zürcher Oberländer, welche keinen Privatpool oder Privatsee haben, sind auch diesen Sommer genötigt, Gewässer zur Abkühlung aufzusuchen. Sichere Badegelegenheiten bieten die Badis der Region. Die Klimaerwärmung wird wohl ihren Teil beitragen, dass rund um den Greifensee Badegäste auch in Zukunft keine wegschmelzende Spezies darstellen werden. Aber was war denn nun los in der Badesaison 2017? Wie bilanzieren die braun gebrannten Bademeister den fast vergangenen Sommer? Fragen nach spätsommerlich nachlassendem Schwimmverkehr und dem in letzter Zeit immer wieder in den Medien thematisierten Fotografierverbot in Badis  sind beantwortet.
 

Strandbad Uster
Statt Baywatch am Santa Monica Beach entscheidet sich der Kalifornier Cameron Schwarzkopf fürs «Baywatchen» im Strandbad Uster. Seine Einsätze beschränkten sich auf einen lebensrettenden Einsatz aufgrund eines Schwächeanfalls, einige Erklärungen wegen der auf Saisonbeginn eingeführten Eintrittspreiserhöhung und viele Interventionen gegen das Fotografieren im Strandbad. Letzteres betraf Selfie-Fotografen und des öfteren Eltern, die ihre Kinder ablichten wollten. Bis zum Saisonende am 17. September gibt’s für die Badegäste noch Gelegenheit, ins Wasser zu springen.
 

Dorfbadi Uster
Die Kunstausstellung in der Dorfbadi Uster ist immer noch präsent. Die Badegäste sind es immer weniger. Bademeister Roland Küpfer erklärt die abnehmende Besucherzahl mit dem gesättigten Bedürfnis nach Badispass zum Saisonende hin. Er zieht einen Vergleich: «Wie Ende Winter die Skifahrer genug vom Schnee haben, so haben auch die Badegäste genug vom Sonnenbaden.» Dennoch ist Küpfer sehr zufrieden mit dem Sommer ohne Zwischenfälle. Das Handyverbot in Zürcher Badis sei indes schwer umzusetzen, ohne ständig Polizist zu spielen. Die Einhaltung dieses Verbots sei aber Bestandteil seines Jobs.
 

Strandbad Maur
16 Sommersonnenwenden lang hat Bademeisterin Irene Pawar-Bruderer im Strandbad Maur nach dem Rechten gesehen. Auch in diesem Jahr lautet ihr Fazit: «Kein Fazit vor Saisonende». Fügt dann aber an, dass die Gäste auch in diesem Sommer Glacé schlecken, baden und die extra eingerichtete Ruhezone geniessen. Aktuell duelliert sich die Wassertemperatur mit der Lufttemperatur um die 21-Grad-Marke, was wenige Besucher zu den Enten in den Greifensee lockt. Bis zum 9. Oktober können Besucher mit diesen um die Wette schwimmen, dann geht es auch für Irene Pawar-Bruderer in die Winterpause.
 

Strandbad Egg
«Älplermakkaroni!» und «Thai Red Curry!» ruft Enrico Christen, mit den Händen einen Trichter formend, aus seinem Kioskhäuschen. Als Wirt und Bademeister zugleich lässt Christen die Gäste Gäste sein, Interventionen bezüglich Handyverbot oder Abfallentsorgung seien unnötig, gar kontraproduktiv. Auch den Eintritt belässt er bei vier Franken. Schliesslich habe er ja nichts verbessert seit letzter Saison. Bald ist er nur noch Wirt – das Saisonende naht. Danach besuchen vor allem Hündeler, Biberfreunde, Ornithologen und Inlineskater seine Badi. Das dazugehörige Restaurant hält er noch bis Dezember geöffnet

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