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Klimaforscher-Treffen an der Empa

Die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre ist 2016, verglichen mit der vorindustriellen Zeit, auf fast die eineinhalbfache Konzentration angestiegen – und wächst stetig weiter. Vom 28. bis zum 31. August treffen sich über 150 Spezialisten aus aller Welt an der Empa, um Grundlagen für Langzeitmessungen zu diskutieren und neue Messmethoden zu entwickeln.

Die auf 3580 Meter über Meer gelegene Forschungsstation Jungfraujoch. (Bild: www.Jungfrau.ch)

Klimaforscher-Treffen an der Empa

Im Rahmen des GAW-Programms («Global Atmosphere Watch») überwachen mehr als 50 Staaten gemeinsam Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas. über 150 Spezialisten aus aller Welt treffen sich vom 28. bis zum 31. August  an der Empa. Hier diskutieren sie über Langzeitmessungen und die Entwicklung neuer Messmethoden.

Weltweite Koordination nötig

Die Quantifizierung der relevanten Prozesse, also die Antwort auf die Frage wer wodurch wie viel zum Treibhauseffekt beiträgt, ist eine Grundvoraussetzung, um entsprechende Reduktionsmassnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Dies erfordert eine weltweite Koordination der Beobachtungen. Die Messdaten müssen von hoher Qualität und weltweit vergleichbar sein, um auch geringe regionale Unterschiede und Trends erkennen und daraus verlässliche Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Die Empa betreibt bereits seit Mitte der 1990er-Jahre zwei «Zentrale Einrichtungen», die Messstationen weltweit auditieren und unterstützen, um die erforderlichen Qualitätsziele sicher zu stellen. Im Rahmen dieser Aufgaben hat die Empa internationale Experten zu einer alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz, der GGMT-2017 (offiziell: 19th WMO/IAEA Meeting on Carbon Dioxide, Other Greenhouse Gases and Related Measurement Techniques), nach Dübendorf eingeladen. Die GGMT-2017 findet im Anschluss an die 10. «International Carbon Dioxide Conference» statt, die internationale Klimaforscher vom 21. bis 25. August in Interlaken zusammenführte.

Anspruchsvolle Messung

Die Messung von Treibhausgasen ist äusserst anspruchsvoll, denn oft sind sie in der Atmosphäre nur in Spuren enthalten. Die Empa und die Universität Bern überwachen seit 2000 den CO2-Gehalt der Luft über Europa in ihrer Messstation auf dem Jungfraujoch, die zum weltweiten GAW-Netz gehört. Die Messungen in der Schweiz zeigen einen vergleichbaren, kontinuierlichen Anstieg der CO2-Konzentration wie am Mauna Loa Observatorium auf Hawaii. Dort wird die CO2-Konzentration seit 1958 gemessen.

 

 

 

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