Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

«Macht und Pracht»

Einblicke in die «verbotene Stadt» in Kemptthal, in den Glockenturm auf dem Ritterhaus Bubikon oder in die Burg Maur - an den diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals vom 9. und 10. September, die unter dem Motto «Macht und Pracht» stehen, finden auch in der Region zahlreiche Veranstaltungen statt.

Das Areal der Maggifabrik in Kemptthal wird mitunter auch als «verbotene Stadt» bezeichnet. An den Europäischen Tagen des Denkmals kann das Areal besichtigt werden. (Archivbild: Seraina Boner)

«Macht und Pracht»

Mit Gebäuden Eindruck schinden: Burgen und Schlösser repräsentieren durch ihre Lage und Grösse, aber auch mit ihrer Ausstattung den Herrschaftsanspruch oder die wirtschaftliche Kraft ihrer Erbauer. Staatsbauten wie das Bundeshaus sollen mit ihrem Material- und Bildprogramm den Souverän verkörpern, Kathedralen und Klöster verweisen auf eine überirdische Macht und markieren den Anspruch der Kirche auf religiösen und weltlichen Einfluss.

Stadthäuser erkennt man aufgrund ihrer Fassaden auf den ersten Blick als Eigentum einflussreicher Persönlichkeiten, Gefängnisse mit ihren hohen Mauern und vergitterten Fenstern als Orte von Strafe und Überwachung.

Vielfältige Formensprache

Die 24. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals stehen ganz im Zeichen von «Macht und Pracht» solcher Gebäude. In der Schweiz finden diese Tage am 9. und 10. September statt. 

Die Formensprachen der Macht sind vielfältig, sie verändern und verschieben sich im Laufe der Zeit. Nicht immer sind sie jedoch auf den ersten Blick als solche erkenn- und entzifferbar. Warum erinnert das Foyer einer Bank an einen griechischen Tempel? Wer sieht in einem modernen Schulhaus den Staat als Garant für Bildung gespiegelt? Wie äussert sich Macht in der Reduktion des Neuen Bauens, in einem zweckmässigen Fabrikgebäude oder einer schlichten Kaserne?Die Denkmaltage 2017 laden Interessierte, den mal eindeutigen, mal versteckten Formen der Macht im kulturellen Erbe nachzuspüren.

Glocken als Kommunikationsmittel

Ziel der Europäischen Tage des Denkmals ist es, in der Bevölkerung das Interesse an unseren Kulturgütern und deren Erhaltung zu wecken. In der ganzen Schweiz sind jeweils am 2. Wochenende im September Interessierte zu Führungen, Atelier- und Ausgrabungsbesichtigungen, Exkursionen sowie vielen weiteren Veranstaltungen eingeladen.

Auch in der Region finden solche Veranstaltungen statt. Im Ritterhaus Bubikon stehen die Glocken im Mittelpunkt. Diese dienten nicht nur der Zeitangabe sondern sandten auch andere Botschaften aus wie etwa die Ankündigung einer Gerichtsverhandlung oder einer Gemeindeversammlung. Am Samstag und am Sonntag findet jeweils um 15 Uhr eine Führung statt. 

Einblicke in die «verbotene Stadt»

In Kempttal kann man sich am Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr auf dem Erlebnispfad die Maggi-Fabrik erforschen. Zudem gibt es hier Führungen durch das Areal, das auch als «verbotene Stadt» gilt.

In Maur gibt es am Samstag und am Sonntag verschiedene thematische Führungen durch die Burg. Die erste Führung stellt die Burg als Machtzentrum dar, eine zweite beleuchtet die kulturellen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Untertanen und Regierenden im 18. Jahrhundert in Zürich und eine dritte stellt David Herrliberger als letzten Gerichtsherr von Maur und bedeutenden Verleger des 18. Jahrhundert vor.

In Wetzikon schliesslich betreiben die Kulturdetektive am Samstag und am Sonntag mitten im Ochsenmarkt einen Infostand.

Organisiert werden die Besichtigungen an den Denkmaltagen von den Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie sowie weiteren am Kulturerbe interessierten Organisationen und Personen. «Das Programm gibt es auf www.hereinspaziert.ch.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns