Politik

Tierheim Strubeli soll noch grösser werden

Das Volketswiler Tierheim Strubeli will seine Hundeanlage ausbauen und eine eigene Hundeschule eröffnen. Da das benötigte Land aber in der Landwirtschaftszone liegt, braucht es einen privaten Gestaltungsplan. Dieser wurde nun beim Gemeinderat eingereicht.

«Für die Hunde soll es hinter dem bestehenden Tierheim mehr Platz zum Auslaufen geben», sagt Geschäftsführer Rico Hauser. Das Feld ist Teil des Gestaltungsplanes. (Bild: Beatrice Zogg), Das Tierheim Strubeli liegt in der Landwirtschaftszone. Der Gestaltungsplan legt fest, in welchem Ausmass Bauten und Anlagen realisiert werden dürfen. (Plan: Reto Grendene), Im Tierheim Strubeli werden immer mehr Verzichtstiere abgegeben: Ob Nagetiere wie diese Chinchillas... (Archivbild: Beatrice Zogg), ...oder Katzen, die niemande mehr haben will oder ausgesetzt werden. (Archivbild: Beatrice Zogg), Am häufigsten werden im Tierheim Strubeli Hunde abgegeben. (Archivbild: Beatrice Zogg)

Tierheim Strubeli soll noch grösser werden

Das Tierheim Strubeli an der Büelstrasse 12 zählt zu den grössten Auffangstationen und Tierpensionen der Schweiz. Rund 60 bis 80 Hunde sowie bis zu 100 Katzen können aufgenommen werden. Im «Strubeli» finden zudem auch Nager, Kaninchen, Vögel und Reptilien ein provisorisches Zuhause. «Pro Jahr  nehmen wir rund 750 herrenlose Tiere von Privatpersonen auf», sagt Geschäftsführer Rico Hauser. Immer wieder bringt auch die Polizei gefundene oder behördlich beschlagnahmte Tiere ins Tierheim. 

Immer mehr Hunde

«In den letzten Jahren hat die Zahl der sogenannten Verzichtstiere, also Tieren, die niemand mehr haben will, stetig zugenommen. Vor allem bei den Hunden», so Hauser. Mit der jetzigen Infrastruktur komme das «Strubeli» an seine Kapazitätsgrenzen. Die Stiftung Tierschutz Uster und Umgebung, die das Heim führt, plant deshalb im Norden der bestehenden Gebäude eine Erweiterung. «Die heutigen neun Hundeboxen sollen verdoppelt werden», sagt Hauser. Rund 10’000 Quadratmetern vom noch unbebauten Gelände soll dabei als freie, unbebaute Auslauffläche für Hunde dienen.

Gestaltungsplan nötig 

Das Land ist bereits im Besitz des Tierheims. Da es in der Landwirtschaftszone liegt, braucht es einen Gestaltungsplan. Dieser muss der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Das letzte Wort hat dann der Kanton, der ebenfalls seine Zustimmung geben muss. 

«Am Montag haben wir den Gestaltungsplan bei der Gemeinde Volketswil eingereicht. Nach der öffentlichen Auflage wird darüber  hoffentlich im nächsten Frühjahr an der Gemeindeversammlung abgestimmt werden können», hofft Hauser. Der engagierte Fällander Tierarzt ist zuversichtlich, dass er angenommen wird. «Die Gemeinde ist dem Tierheim wohlgesinnt. Ich denke, dass wir auch in der Bevölkerung den nötigen Rückhalt finden.»

Der Gestaltungsplan legt keine genau definierten Bauten fest. Er hält lediglich fest, in welche Ausmass Bauten und Anlagen realisiert werden dürfen. «Sollten wir Hundeboxen oder andere Gebäude erstellen, müssen diese in einem weiteren Schritt zuerst ebenfalls baurechtlich bewilligt werden», sagt Hauser. Auch für das bestehende Tierheim, das 2001 gebaut wurde, seien ein Gestaltungsplan und entsprechende Sonderbewilligungen notwendig gewesen.

Neue Hundeschule geplant

Der Gestaltungsplan sieht auch den Betrieb einer Hundeschule vor. «Die jetzige Hundeschule, die an unser Grundstück grenzt und von einem privaten Anbieter betrieben wird, ist illegal in der Landwirtschaftszone errichtet worden», so Hauser. Dies möchte das Strubeli ändern. «Wir planen nordöstlich von unserem Grundstück den Betrieb einer legalen Hundeschule», sagt Hauser.  Für das dafür benötigte Land, das einerseits der Erbengemeinschaft Brauch, der Flurgenossenschaft Volketswil und dem Kanton gehört, habe man bereits eine Zusage erhalten. «Wir möchten die Hundeschule selber führen. So können wir für eine sachgerechte Ausbildung der künftigen Hundebesitzer garantieren», so Hauser. 

Auf Spenden angewiesen

Finanziert werden soll der geplante Ausbau des Tierheimes wiederum grösstenteils durch Spenden. «Wir hoffen auch hier, dass wir mögliche  Spender von unserem Vorhaben überzeugen können», sagt der Geschäftsführer. Der Bedarf und das öffentliche Interesse, dass das Tierheim auch in Zukunft professionell und tiergerecht betrieben werden kann, sei klar gegeben, ist Hauser überzeugt.

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