Baustart für die neue Palme-Gärtnerei
Einen Moment lang sah es aus, als würde der Spatenstich der neuen Palme-Gärtnerei in der Industrie Witzberg wortwörtlich ins Wasser fallen: Am Freitagnachmittag waren heftige Regenfälle angekündigt. Doch als Stiftungsratspräsident Theo Eugster das Mikrofon in die Hand nahm, blieb es trocken. «Dieser Spatenstich ist wirklich einer», sagte er. «Ich freue mich sehr, dass der Bau heute beginnen kann.»
Rund 40 Arbeitsplätze
Die Pfäffiker «Palme», die Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit einer Behinderung anbietet, hat im Industriequartier Grosses vor. In einem ersten Schritt entstehen auf dem 7000 Quadratmeter grossen Grundstück gegenüber der Aldi-Filiale bis Ende November die Gewächshäuser und Folientunnel. In einem zweiten Schritt wird ein Mehrzweckgebäude samt kleinem Laden neben den Gewächshäusern gebaut. Ab Frühjahr 2019 werden hier rund 30 Menschen mit Behinderung und 10 Fachpersonen Setzlinge, Kräuter, Sommerflor sowie Schnitt- und Topfpflanzen verarbeiten (wir berichteten). Die «Palme» verspricht vom neuen Standort und der neuen Infrastruktur eine Produktionssteigerung von rund 30 Prozent.
Die neue Gärtnerei kostet die «Palme» rund 5,7 Millionen Franken. «Für uns ist das ein grosser Brocken», sagte Eugster. Zwei Millionen Franken werde der Kanton beisteuern, den Rest muss die Stiftung mit Spenden und Legaten finanzieren. «Das Stiftungsvermögen allein reicht nicht.»
Mietvertrag läuft au
Aktuell bewirtschaftet die Institution Anbauflächen beim Römerkastell und bei der Badi. Weil die Infrastruktur der Gärtnerei an der Tumbelenstrasse veraltet ist und der Mietvertrag dieses Jahr ausläuft, musste eine Alternative her. «Wir sind froh, dass die Gewächshäuser rechtzeitig fertig werden», sagte Geschäftsführer Renato Battistini.
Die Mitarbeiter freuen sich auf den neuen Standort. Martin Huber, der seit 17 Jahren in der «Palme» arbeitet, sagte, er würde in der neuen Gärtnerei gern die Apotheke verwalten. Und die Lernende Ronja Brechbühl sagte. «Ich freue mich, dass die neue Gärtnerei grösser und moderner ist als die heutige.»