«Der Bademeister kann nicht jedes Handy kontrollieren»
In vielen Schweizer Badis sind Foto- und Videoaufnahmen verboten. So soll vermieden werden, dass Bilder von Freibad-Besuchern ungewollt im Internet landen.
Auch im Schwimmbad Geiselweid in Winterthur gilt eine solche Regel. «Foto- und Filmaufnahmen sind hier grundsätzlich nur mit Bewilligung des Sportamts gestattet», teilt Dave Mischler vom Sportamt Winterthur mit. Das stehe so auch in der Badeordnung. Die Bademeister würden Gäste mit Handys in der Hand deshalb speziell im Auge behalten, so der Sportamtchef.
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Aufwendige Kontrollgänge
Im Hallenbad gestalte sich die Kontrolle der Handynutzung relativ einfach. «Da fällt es auf, wenn jemand Fotos oder Videos von anderen Badegästen macht», so Dave Mischler.
Im Freibad hingegen sei es schwierig, diesbezüglich den Überblick zu behalten. Besonders dann, wenn das Schwimmbad an heissen Sommertagen gut besucht sei. «Wenn viele Leute in der Badi sind, sieht man nur schlecht, wer das Smartphone verwendet und was er damit anstellt», merkt der Sportamtchef an.
«Der Bademeister kann nicht jeden mit Handy kontrollieren»
(Dave Mischler, Leiter vom Sportamt Winterthur)
Es sei schlichtweg zu aufwendig, an solchen Tagen alle Gäste mit Handy im Blick zu haben. «Der Bademeister kann nicht jeden mit Handy in der Hand kontrollieren, schliesslich muss er in erster Linie das Schwimmbecken im Auge behalten», so Dave Mischler.
Strikte Konsequenzen
Verstösst jemand dennoch gegen das Film- und Fotografie-Verbot, sei man in der Badi Geiselweid konsequent. Es gebe eine Verwarnung, bei mehrfachem Missachten werde gar ein Badi-Verbot ausgesprochen und die Polizei informiert. Das komme allerdings selten vor, wie Dave Mischler betont.
Von einem generellen Handyverbot sieht Dave Mischler persönlich ab. «Das würde keinen Sinn ergeben, weil heute fast alle ein Smartphone besitzen.»
Bis auf weiteres seien im Schwimmbad Geiselweid bezüglich dieser Thematik keine weiteren Massnahmen geplant.