Am Tattoo-Event treffen Begeisterte auf Künstler
Am Tattoo Event in den Eulachhallen erwartet die Besucher zum dritten Mal eine grosse Auswahl an Künstlern, die verschiedene Motive unter die Haut bringen. Ob Tribals, farbige Motive oder «Black and Grey»-Tattoos, am Wochenende vom 10. Juni und 11. Juni wird für jeden Fan etwas dabei sein. Gemäss der Mitorganisatorin Renata Angehrn-Würmli werden rund 110 bis 150 Aussteller vor Ort sein. Jeweils ab 12 Uhr beraten sie die Kunden und setzen bei Gelegenheit auch gleich die Nadel an.
Ein Teilnehmer aus Winterthur
Ein Tattoo-Studio das teilnimmt, ist Freibeuter Tattoo aus Winterthur. Genauer gesagt die beiden Tätowierer Thorsten Polomski und Max Ghostar. «Vor 18 Jahren begann ich mit dem Tätowieren», erzählt Max Ghostar. Der 35-Jährige zeichnete schon immer leidenschaftlich gern. Als er eines Tages einen Mann voller Zeichnungen auf seinem Körper sah, war es um ihn geschehen. «Ich wollte augenblicklich auch so viele Tattoos haben», erzählt er. Später begann er dann damit, selber Freunde zu tätowieren. Bei Thorsten Polomski war es ähnlich: «Ich wollte anders aussehen als die anderen Menschen und fand so meine Leidenschaft am Tätowieren.»
Vor allem die individuellen, spannenden Geschichten die jeder Kunde mitbringt, mögen die beiden Künstler. Zusammen mit den Klienten erarbeiten sie das gewünschte Tattoo. «Man gibt einen Teil von sich selber in das Projekt hinein», sind die beiden sich einig. Es sei ein tolles Gefühl, jemandem etwas unter die Haut zu bringen, dass man selber gezeichnet hat. Davor hätten sie auch grossen Respekt und seien Dankbar.
Grundsätzlich möchten sie den Kunden jeder ihre Wünsche nachkommen. «Rassistische oder menschenfeindliche Motive stechen wir beim Freibeuter aber nicht», sagt Max Ghostar.
Viel Lärm am Tattoo Event
An der Tattoo Convention in Winterthur nimmt Thorsten Polomski schon zum zweiten Mal teil. «Wir lieben Winterthur», so der 41-Jährige. Die Leute bekommen dort die Gelegenheit die Tätowierer besser kennenzulernen und ihre Arbeit mitzuverfolgen. Gleich vor Ort werden nämlich die Kunden neben den Beratungen auch tätowiert.
Dies bringt auch Schwierigkeiten mit sich. «In der Halle ist es sehr laut», sagt Thorsten Polomski, «dadurch ist es schwierig für die Kunden, sich zu konzentrieren.» Auch schauen viele andere Leute beim Tätowieren zu. «Für mich ist das Arbeiten in dieser Location aber kein Problem, da ich mich voll und ganz auf meine Arbeit fokussiere», sagt der Winterthurer.
Ungeeignete Tattoo
Auch die Hygiene sei gewährleistet, da der Arbeitsplatz von den Besuchern abgetrennt ist und auch das Arbeitsmaterial wie Nadeln und Unterlagen ständig gewechselt werden. «Trotzdem drehen wir uns natürlich dem Publikum zu, damit sie unsere Arbeit begutachten können», erzählt Max Ghostar.
An der Convention sei es weniger geeignet, ein grossflächiges Tattoo an den Rippen stechen zu lassen. «Die Person muss sich immer strecken und die Schmerzen sind an diesem Ort extrem», so Max Ghostar. Zusammen mit der Lautstärke der Messe könne es äusserst mühsam werden. Besser man steche dieses Tattoo im Studio. Allgemein raten sie davon ab, sich an der Convetion grosse Tattoos stechen zu lassen.
Aufgeregt sind sie keinesfalls. Sie sind sich einig: «Für uns ist diese Convention eine normale Sache.» Die beiden nahmen schon an vielen Messen teil und wissen deshalb, wie das Ganze abläuft. «Wir freuen uns aber, alte Bekannte zu treffen und neue Leute kennenzulernen», sagt Thorsten Polomski.